Erneuerbare Energien: Alles öko, oder was? Botulismus aus der Biogasanlage?

Neue deutsche Landwirtschaft, alles subventioniert: Ackerbau, Solar- und Windkraftanlagen, Biogasanlage

In Deutschland wird immer mehr Dauergrünland in Ackerland umgebrochen: „Energiepflanzen“ statt Ernährung  heißt offenbar die gegenwärtige Parole der industrialisierten Landwirtschaft. Biogasanlagen schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden, üppig und zinsgünstig gefördert von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

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Umweltminister Sander: Küstenschutzmittel für Freizeitkapitäne

Yachthafen Dornumersiel, Foto (C): Knake

Der Mastenwald im Yachthafen Dornumersiel

Immer wenn Umweltminister Sander irgendwelche Nutzergruppen an der Küste besucht, geht es auch ums Geld. Anfang Mai war Hans-Heinrich Sander („H2S“) in Dornumersiel am „Weltnaturerbe“ Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zu Gast. Dort nutzte man sofort die Gunst der Stunde und des Ministers, um ihn um Geld anzugehen. Mit bekannt  bauernschlauer Kumpanei statt sachorientierter Politik  kam Sander auch gleich zur Sache. Er „dachte laut nach“, ob man die Instandsetzungskosten für den privaten Dornumersieler Yachthafen teilweise aus Mitteln für den Küstenschutz, also aus Steuergeldern, finanzieren könnte. Dafür sind die Mittel aber zweifellos nicht gedacht, auch wenn man die Maßnahme trickreich als „Küstenschutz“ verkauft, das würde bei anderen Sportboothäfen Schule machen und die „Gemeinschaftsaufgabe Küstenschutz“ ad absurdum führen. Die gesetzliche geforderten „ökologischen Erfordernisse“ bei der Mittelvergabe werden durch die Instandsetzung eines Yachthafens mit Küstenschutzmitteln mit Sicherheit nicht erfüllt. Weniger Sportboote im Wattenmeer wären zudem mehr für den Nationalpark und das „Weltnaturerbe“. Es ist bemerkenswert, wie Sander sich als Umweltminister für Sportbootfahrer, Fischer oder die Tourismusvermarktung einsetzt. Nur der Naturschutz im „Weltnaturerbe“ Wattenmeer merkt nichts davon.
Das Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ sieht das so:

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Nationalparkfeier in Cuxhaven: alles Show, keine Inhalte

"H2S": Umweltminister Hans-Heinrich Sander hält die Eröffnungsrede

In der Kugelbake-Halle in Cuxhaven tanzte am 07. Mai der Knutt. Das letzte Aufgebot im niedersächsischen Wattenmeer-Nationalpark, die „Junior-Ranger“, brachte die geladenen Gäste mit einem Tanz dieses Watvogels in Bewegung, der Rest war fast ausschließlich platteste Selbstbeweihräucherung. Der Dampfplauderer des Norddeutschen Rundfunks, Ludger Abeln, führte launig durch das Programm, in der Veteranen des Nationalparks zu Wort kamen. Mitglieder des Wattenrates, schon vor der Gründung des Nationalparks im Wattenmeer aktiv, waren offiziell nicht eingeladen, wen wundert´s!

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Gänsewacht an der Ems: Artikel über Eilert Voß in der Ostfriesen Zeitung

Heute berichtet die Ostfriesen Zeitung (S.12, 13. Mai 2011) ganzseitig über Eilert Voß, der in jahrelanger Kleinarbeit akribisch Jagdverstöße an der Ems dokumentiert hat. Wir danken der OZ-Redaktion für die freundliche Überlassung. Trotz des rechtzeitigen fachlichen  Gegenlesens (shit happens!) ist auch uns ein kleiner Fehler im Beitrag entgangen: Bläss- und Ringelgänse dürfen (abweichend von der nds. Jagdzeitenverordnung) in niedersächsischen EU-Vogelschutzgebieten nicht bejagt werden, also auch nicht an der Ems. Hier der Link (.pdf) zum Beitrag: Voss_Jagd_OZAUR_S12_13Mai2011

In diesem Zusammenhang erinnern wir daran, dass Eilert Voß gegen das ihn verhängte Urteil wegen „Jagdstörung“ des Amtsgerichtes in Emden vor dem Landgericht in Aurich in Berufung gehen will. Das kostet Geld. Um die etwaigen finanziellen Folgen für Voß abzumildern, wurde ein Spendenkonto eingerichtet:

edit: Kontodaten nach Ablauf der Spendenaktion gelöscht

Wir bitten um Beachtung.

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Niederlande: Gänse sollen zu abertausenden umgebracht werden

Graugänse mit Jungen

#edit 30. Sept. 2011: Die niederländische Zweite Kammer hat eine Gesetzesinitiative zur Vergasung der Gänse mehrheitlich abgelehnt.

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Die niederländische Zeitung „de Gelderlander“ meldet in ihrer online-Ausgabe vom 10. Mai 2001, dass die „Gänseplage“ mit einer Population von dreihunderttausend Vögeln im Lande auf hunderttausend Vögel reduziert werden soll, durch Abschießen. Diese Meinung teilen die niederländischen Forstverwaltung „Staatsbosbeheer“, Bauern, Jäger und die Vogelschutzvereinigung „Vogelbescherming“, zusammengeschlossen in der Vereinigung „Ganzen-8“. Hintergrund sind die angeblichen Schäden, die die Gänse auf landwirtschaftlichen Flächen anrichten sollen. Gemeint sind die brütenden Graugänse in den Niederlanden.

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Spiekeroog: 10 km Stacheldraht gegen Elektrozaun ausgetauscht

Sumpfohreule im Stacheldraht

Vor einem Jahr berichteten wir von einer löblichen Maßnahme auf der Insel Borkum im Nationalpark Wattenmeer, wo für Vögel tödliche Stacheldrahtzäune gegen glatte Elektrozäune ausgetauscht wurden. Diese Maßnahme wird sukzessive seit mehreren Jahren von der Nationalparkverwaltung auch auf anderen Inseln durchgeführt. Aktuell wurden jetzt auf der Insel Spiekeroog  10 Kilometer Stacheldrahtzäune ausgetauscht. Gerade für tieffliegende Greifvögel wie Weihen oder Sumpfohreulen bedeuten Stacheldrahtzäune eine tödliche Gefahr. Die Maßnahme kommt auch privaten Pferdehaltern auf der Insel zugute, da man Pferde wegen der Verletzungsgefahr eigentlich nicht hinter Stacheldraht hält. Nur beteiligen sich die Pferdehalter finanziell nicht an der Austauschmaßnahme, die auch zur Unversehrtheit ihrer vierbeinigen Sportgeräte beiträgt.  Eigentum sollte auch in diesem Falle verpflichten. Die Kosten des Zaunaustausches trägt ausschließlich der Steuerzahler: Aus dem ohnehin sehr mageren Naturschutzhaushaltes des Landes wird die Maßnahme mit 90.000 Euro bezahlt. Bei geschätzten mehreren hundert Kilometern Stacheldrahtzäunen auf den Inseln und am Festland, bei dem geringen Tempo des Austausches sowie der mageren Naturschutzkassenlage des Landes werden die beauftragten Firmen noch einige Jahrzehnte zu tun haben, um auch noch den letzten Stacheldrahtzaun zu entfernen. Hoffentlich gibt es bis dahin noch Weihen und Sumpfohreulen an der Küste.

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Neues von Jägerfront: Feuer im Wald und ein untergepflügter Weißstorch

Weißstorch auf trockenem Industrieacker, Archivbild Eilert Voß (C)

Die  positive öffentliche Selbstdarstellung von Hobbyjägern wird von der Wirklichkeit häufig relativiert. Wer die Wattenrat-Seiten aufmerksam liest, wird zu diesem Thema fündig. Neues von der Jagdfront aus dem Binnenland erreichte den Wattenrat:

In der Nähe von Nienburg an der Weser hatte am 30. April 2011 eine Gruppe von Jägern in einem Wald bei Schessinghausen abends ein Lagerfeuer entfacht.

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Uhu-Webcam

WebCam des SWR: Uhuweibchen "Lotte"

Der Südwestrundfunk (SWR) lässt tiefe und ungestörte Einblicke in ein Uhu-Kinderzimmer zu:

Seit 2008 können so die Zuschauer in aller Welt das Leben der Uhu-Familie per Webcam live beobachten, Tag und Nacht. Es ist ein kleiner, kahler Felsvorsprung in 90 Metern Höhe irgendwo in der Eifel. Wo genau, wird natürlich nicht verraten. Immer wieder werden Uhus von rücksichtslosen Klettersportlern (und Geocachern) von ihren Brutplätzen vertrieben.  Gerade das Geocachen hat in den letzten Jahren stark zugenommen und gefährdet durch die Spieler, die sich nicht an Naturschutzregeln halten, stark bedrohte Tierarten an ihren Zufluchtplätzen.

Die „Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.“ (EGE) betreut viele Uhuhorste in der Eifel und beringt die Jungvögel mit ausgebildeten Fachleuten, um mehr über den Lebensweg der Vögel zu erfahren.

Link zur WebCamhttp://webcam.pixtura.de/SWR_UHU/

Seit dem 18. März 2011 brütet das Uhuweibchen „Lotte“ zum wiederholten Mal an dieser Stelle und hat in diesem Jahr drei Junge ausgebrütet; ein Jungtier überlebte die ersten Tage nicht.

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Urteil Jagdstörung: Eilert Voß geht in Berufung, neues Spendenkonto

Nach dem unglaublichen Urteil wegen angeblicher „Jagstörung“ Emder Gänseschießer im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ hat sich Eilert Voß entschlossen, das Urteil anzufechten. Er geht in Berufung. Bisher sind mehr als 4.000 Euro Spendengeld für ihn eingegangen, die dafür genutzt werden sollen. Dafür dankt der Wattenrat allen Spenderinnen und Spendern! Inzwischen wurde ein ortsnahes NEUES Spendenkonto eingerichtet:

Konto: XXX

Kontoinhaber: Eilert Voß

Kontonummer: XXX

Stichwort:  „Gänsewacht/ Wattenrat“

(#edit März 2012: Das Konto wurde inzwischen aufgelöst!)

Edit 03. Mai 2011: Inzwischen liegt ein Schreiben der Anwaltskanzlei des Klägers gegen Voß vom 21. April vor. Die Anwälte (Sozietät Rödenbeek, Bessau, Weerda und Hemken in Emden) haben  Antrag auf kostenpflichtige Zurückweisung des Berufungsantrages beim Landgericht Aurich eingereicht. Der Anwalt Weerda ist selbst Gänsejäger im Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems und dortiger Jagdpächter; der Kreisjägermeister der Stadt Emden ist als Amtsrat beim Amtsgericht in Emden beschäftigt.

Eilert Voß hat eine persönliche Erklärung verfasst, die Sie nachstehend lesen können:

Liebe Gänsefreunde,

dank Eurer Solidarität beschäftigt sich demnächst das Auricher Landgericht mit den jahrelangen Jagdverstößen innerhalb des EU- Vogelschutzgebietes Petkumer Deichvorland.

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Windenergie: SPD-Wangerooge will Windkraftanlage auf der Insel

Windkraftanlagen gefährden Zugvögel, hier Nonnengänse

Das Fukushima-Energiebeben fand seinen Weg bis nach Wangerooge, aber Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit einiger Insulaner auf Wangerooge sind dennoch angebracht: Zunächst klagte die Inselgemeinde (vergeblich) gegen den Wattenmeer-Windpark Nordergründe vor der Insel („Horizontverschmutzung“), nun fordert die SPD auf der Insel „angesichts der energiepolitischen Entwicklung“ direkt an der Kläranlage eine Windkraftanlage! Was hat sich denn für die Insel in der „energiepolitischen Entwicklung“ geändert? Nach wie vor wird die Insel vom Festland aus verlässlich mit Strom versorgt, dazu kann eine Windkraftanlage (oder mehrere) auf der Insel nichts beitragen, noch nicht einmal die Offshore-Anlagen, die auch nur unstet in das Stromnetz einspeisen. Und ist der SPD eigentlich bewusst, dass Wangerooge im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Teil eines „Weltnaturerbes“ liegt?

Link: BUND fällt schon wieder um: Klageverzicht und Vergleich bei Wattenmeerwindpark “Nordergründe”. Schämt Euch!

Nordwest-Zeitung, online, 18. April 2011

Insel-SPD fordert Aussetzen des Bebauungsplans

Parteien Vorstand komplett wiedergewählt – Wangerooge soll wieder Windkraftanlage bekommen

[…] Die Mitgliederversammlung verabschiedete folgende Forderungen: Wangerooge sei als Standort für Windkraft ausgezeichnet geeignet. Angesichts der energiepolitischen Entwicklung soll ein Windrad bei der Kläranlage realisiert werden. […]

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