Wiesenweihen vs. Windenergie: Abschaltung von zwei Anlagen: Gewaltandrohung gegen Mensch und Tier

Wiesenweihe im Suchflug

Edit: Am 08. Juli 2011 titelt das Hamburger Abendblatt zu diesem Thema zeitgeistig „korrekt“ : „Greifvogel stoppt die Energiewende in Ostfriesland“

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Bereits am 30 Mai 2011 berichteten wir über die zeitweilige Abschaltung einer Windkraftanlage wegen der benachbarten Brut einer Wiesenweihe. Inzwischen wurde vom Landkreis die Abschaltung einer zweiten Anlage verfügt, das führte zu erheblichen Protesten und handfesten Gewaltandrohungen durch einzelne Betreiber.

Der Landkreis Aurich hatte in den beiden benachbarten Krummhörner Windparks Groteland und Petjenburg wegen der in direkter Nähe gebauten Nester von Wiesenweihen jeweils eine Windkraftanlage vorübergehend und zeitlich begrenzt stillgelegt. Die Verfügungen gelten bis zum Ablauf der Brutzeit 1. August von 4 bis 22 Uhr. Mit insgesamt drei Brutpaaren im Krummhörner Gemeindegebiet ist der Wiesenweihenbestand in diesem Jahr so niedrig wie zuletzt 2008. Wiesenweihen gehören zu den hochgradig bestandsbedrohten Greifvögeln in Deutschland und sind besonders geschützt.

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Meyer Werft: „Celebrity Silhouette“: Land unter für den Vogelschutz an der Ems

Passt man gerade, aber nur mit Baggern und Aufstau: Schaulustige im eigentlich gesperrten EU-Vogelschutzgebiet

Am 30. Juni 2011 versanken wieder einmal die Deichvorländereien der Ems in den Fluten, und mit ihnen die Nachgelege oder Zweitbruten der Vögel in diesem EU-Vogelschutzgebiet. Nein, es war keine natürliche Sturmflut, sondern das Ergebnis des Aufstauens der Ems mit Hilfe des Emsstauwerkes (immer noch Emssperrwerk genannt), um den Neubau der Meyer Werft „Celebrity Silhouette“ im binnenländischen Papenburg an das seeschifftiefe Wasser der Nordsee zu überführen. Dieses Spektakel nutzten wieder zahllose Schaulustige, die die Schutzgebiete der Ems-Vorländereien stürmten, um näher an das riesige Kreuzfahrtschiff heranzukommen. Zuvor, am 26. Juni, hatte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit einer „Megaparty“ die Massen in Papenburg vor der Kulisse  des Schiffsneubaus mit lauter Musik angetörnt, noch eine kostenlose PR-Veranstaltung für die Werft mit öffentlichen Mitteln.

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Küstenschutz: „So wenig Sturmfluten wie nie in 100 Jahren“

Sturmflut November 2007, Bensersiel, Hafen

Das Meer vor unserer Haustür, die Nordsee, verhält sich mal wieder politisch nicht korrekt und macht den Klimaalarmismus nicht mit. Weder steigt der Meeresspiegel dramatisch an (die Pegel in Norderney und Cuxhaven lügen nicht), noch gibt es häufigere Sturmfluten, wie uns die Apokalyptiker über die geneigten Katastrophenmedien mit Dauerfeuer einzuhämmern versuchen. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden/Ostfriesland bestätigt in seiner aktuellen Pressemitteilung eigentlich das, was seit Jahrzehnten bekannt ist: Es gibt keinen Trend zu häufigeren Sturmfluten, im Gegenteil, derzeit gibt es eine geringe Sturmfluthäufigkeit.

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Jagdvergehen an der Ems: wieder Nonnengans angeschossen

Angeschossene Nonnengans, Terborg/Ems, 06.April 2011

#edit: Inzwischen laufen polizeiliche Ermittlungen in der Sache, aber nicht wegen eines Jagdvergehens, das in diesem Falle strafbar wäre, sondern wegen „Tierquälerei“. Das ist zwar auch eine Straftat, hält aber fürs gute Image die Jagdstatistik sauber: .pdf  Zeugenanhörung Nonnengans

Auf diesen Webseiten haben wir schon oft über Jagdverstöße von Hobbyjägern geschrieben, hier ein neuer Fall, der einen Straftatbestand darstellt: Unser Mitarbeiter Eilert Voß fand am 06. April 2011 unweit des Emsdeiches bei Terborg im LK Leer zusammen mit einem  Begleiter eine flugunfähige stark verletzte Nonnengans. Die Gans wurde zur Untersuchung zu einem Tierarzt gebracht, der das Tier wegen des schlechten Allgemeinzustandes und eines offenen Flügelbruches einschläferte. Das Röntgenbild ergab eine Schussverletzung des linken Armflügelknochens mit einer deutlich sichtbaren Schrotkugel.

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Das Wattenmeer wächst weiter

Watt im Dollart

Entgegen vieler alarmistischer Meldungen, das Wattenmeer würde wegen des „dramatisch“ steigenden Meeresspiegels durch den „Klimawandel“ verschwinden, gibt es eine beruhigende Nachricht: Das Wattenmeer wächst weiter, trotz des säkularen nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstiegs! Gerade hat der Naturschutzbund Deutschland in einer aktuellen Wattenmeerbroschüre diesen Faden wieder aufgegriffen und warnt: „Der ansteigende Meeresspiegel und andere klimabedingte Auswirkungen gefährden des Wattenmeer unmittelbar“. Der NABU und alle anderen Alarmisten aus den Naturschutzverbänden und  anderswo können beruhigt werden.

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Austernfischer: dramatischer Bestandsrückgang im niederländischen Wattenmeer

Austernfischer auf einer Miesmuschelbank

Nach Angaben der niederländischen „Waddenvereniging“ nimmt der Bestand des Austernfischers im niederländischen Wattenmeer dramatisch ab.

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Niedersächsischer Heimatbund legt „Rote Mappe“ vor: Kritik am Zustand des Nationalparks Wattenmeer- Persilschein der Landesregierung für Nationalparkverwaltung

Kitesurfer vertreiben Rastvögel aus strengster Schutzzone: Upleward, LK/Aurich

Jährlich erscheint die „Rote Mappe“ des Niedersächsischen Heimatbundes (NHB) u.a. zum Zustand der Natur, die der Landesregierung vorgelegt wird. Die antwortet darauf mit der „Weißen Mappe“, ein jahrzehntelanger Dialog-Pingpong ohne Folgen. In diesem Jahr wurde der Zustand des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer aufgegriffen, im Detail die fragwürdige Genehmigungspraxis der Nationalparkverwaltung bei der Genehmigung von Kitesurferflächen in den Zwischenzonen, wo die Verwendung von Drachen eigentlich ausdrücklich verboten (!) ist. Der Wattenrat hat seit Jahren auf diesen Missstand im Nationalpark hingewiesen   (Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Immer mehr Kitesurfer, Peterchens Irrfahrt im Weltnaturerbe )

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Windkraftanlage wegen Wiesenweihenbrut zeitweise abgeschaltet

Wiesenweihe im Suchflug

Wiesen- und Kornweihen sind äußerst bestandsbedrohte Greifvogelarten in Deutschland. Sie sind Bodenbrüter, die im Gras oder Getreide versteckten Nester oder Jungvögel werden leicht von Fahrern landwirtschaftlicher Maschinen übersehen und so häufig vernichtet. Seit einigen Jahren kommt als neue Gefährdung der Zubau der Landschaft mit Windkraftanlagen hinzu, in deren Rotoren die Altvögel geraten können oder durch das „Barotrauma“, den unterschiedlichen Luftdruck vor und hinter dem Rotor durch einen Lungenriss zu Tode kommen können. Verunglückt ein Altvogel, ist die Brut verloren, weil nicht genug Futter herangeschafft wird. Im Landkreis Aurich, wo sich mehr als fünfhundert Windkraftanlagen drehen,  gibt es mehrere dokumentierte Fälle von Weihen als Anflugopfer.  Schon im letzten Jahr kam an der gleichen Stelle eine Wiesenweihe ums Leben.

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In eigener Sache: Prof. Remmer Akkermann, Manfred Knake und der Wattenrat

Prof. Remmer Akkermann, Vorsitzender der Biologischen Schutzgemeinschaft Weser-Ems  (BSH) in Wardenburg, versuchte sich in abwertender Absicht auf der BSH-WebSeite darin, den Wattenrat Ost-Friesland kleinzureden und diesen auf  „Manfred Knake“ zu reduzieren. Er rieb sich am Stil und der mangelnden Kooperationsbereitschaft mit Nutzergruppen, auf Inhalte ging er erst gar nicht ein. (Link: Wattenrat ist Manfred Knake)

Hier eine Leseprobe:

Wenn man Gegner nicht überwinden kann, sollte man bis zu einem gewissen Grad die Zusammenarbeit suchen. Taktisch so vorzugehen, wäre wohl eher Erfolg versprechend, auch im Sinne des Wattenmeer-Schutzes und des zitierten Horst Stern. Der Vorstand der BSH weiß aus eigener Erfahrung, dass die langjährige fachliche Kooperation mit Jägerschaft und Fischerei auf dem Gebiet der gemeinsamen Ziele genau jene Vertreter in deren Reihen stärkt, die im Sinne des Naturschutzes tätig sind und in der Biotop-Entwicklung nachweislich viel geleistet haben. Dazu gehören große und kleine Anlagen von Gehölzen, Hecken, Teichen und Laichzonen ebenso wie die Einladungen zum Gedankenaustausch, zur Stärkung der gemeinsamen Interessen in der Fläche und die Einflussnahme auf kritisierbare Verhaltensweisen, gelegentlich auch öffentlich.

„Pritzelkram“

Wir befinden uns aber nicht im Krieg, um den „Gegner“ zu überwinden“.  Wir wollen Missstände aufzeigen und Hintergründe derselben beleuchten, uns aber nicht bis zur Untätigkeit abhängig machen oder umarmen lassen. Weiterlesen

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Mehr Kegelrobben im niedersächsischen Wattenmeer gezählt

Junge Kegelrobbe

Zur Abwechslung mal wieder eine gute Nachricht aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Der Bestand der Kegelrobben entwickelt sich gut. Die aktuellen Zählflüge ergaben 258 Tiere im niedersächsischen Wattenmeer, auf ungestörten Sandbänken, darauf kommt es an. Anders als der Gemeine Seehund, der seine Jungen auch auf Sandbänken wirft und die dann sofort ins Wasser gehen können, werden Kegelrobbenjunge auf hochwasserfreien Sandbänken geworfen.

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