Wir sind dann mal weg, aber für immer!

Im Landesmuseum “Natur und Mensch” in Oldenburg gibt es ein sehenswertes “Naturalien-Cabinett”. Vom 17. bis in das 19. Jahrhundert wurde in solchen “Cabinetts” alles gesammelt und zur Schau gestellt, was Beine, Federn oder Flossen hatte, oft völlig unsystematisch und zur Befriedigung der Neugier am Exotischen. Der Oldenburger Nachbau einer solchen Kuriositätensammlung beherbergt auch die letzten ihrer Art, die  unwiederbringlich durch menschliche Nachstellungen ausgerottet wurden.

In dieser Vitrine sieht man den imposanten Riesenalk, den “Pinguin des Nordens” (Alca impennis), der bis in das 19. Jahrhundert auf Felseninseln des Nordatlantiks brütete. 1844 war er ausgerottet, eine leichte Beute für Seeleute, die die flugunfähigen Vögel gerne zur Nahrungsergänzung bunkerten.
Ebenfalls nur noch hinter Glas zu sehen ist die Wandertaube (Ectopistes migratorius), die in riesigen Schwärmen in Nordamerika vorkam. Weiterlesen

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Langeoog: Weltnaturerbe nur Schall und Rauch

Man feiert sich derzeit einen Wolf in Ostfriesland. Die Lokalzeitungen berichten täglich ausführlich und großbebildert über jede Dorf- und Vereinsfeier. Auch die Urlaubsinsel Langeoog macht keine Ausnahme: „Herzlich Willkommen im Weltnaturerbe auf Langeoog“ heißt es auf der WebSeite der Online-Zeitung „Langeoog News“ , die über eine „rauschende Strandparty„, genau wie  Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“, auf der Insel berichteten.

Aber das vielzitierte „Weltnaturerbe“ Wattenmeer ist nur für die Tourismuswerbung gut und nicht selten Schall und Rauch für die Natur, wenn es um die Bespaßung der Urlauber geht; auch auf Langeoog wurde dafür jetzt wieder ein Höhenfeuerwerk – zum dritten Mal in diesem Jahr-  abgebrannt. „Am Ende eine tolle Party mit einem farbenprächtigen Höhenfeuerwerk“ ließ man es von der Sandbank vor dem Strand im Großschutzgebiet „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ am 30. August krachen, am Strand dröhnten die Boxen. „Gemeinsam mit Antenne Niedersachsen hatten die Kurverwaltung und das Team der Strandhalle wieder keine Kosten und Mühen gescheut, um mit großem Einsatz alle Zutaten für eine rauschende Strandparty für Klein und Groß zusammen zu tragen“, schreiben die Zeitungen. Weiterlesen

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Wattenmeertag mit gewohnten Sprechblasen

Willkommen im Weltnaturbe Wattenmeer, hier Norderney

Es war mal wieder Wattenmeertag in Wilhelmshaven, der 9. seiner Art. Neben der gewohnten Selbstbeweihräucherung aus Politik, Wattenmeersekretariat und Nationalparkverwaltung kam auch verhaltene Kritik von den Naturschutzverbänden. Beklagt wurde von „19 Umweltverbänden“ in den Presseveröffentlichungen vor allem der Rückgang der Artenvielfalt unter Wasser. So schreibt z.B. der NABU: Weiterlesen

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Schweinswale und BUND: beim Unterwasserlärm auf einem Ohr taub

Gerammter Monopile als Windkraftanlagen-Fundament im Windpark Borkum-Riffgat, rechts Kranhubschiff "Bold Tern", Foto (C): EWE-Matthias Ibeler, 2013

Schweinswale haben bekanntlich feine Ortungsorgane für den Fischfang, von dem sie leben. Die Kleinen Tümmler, wie sie auch heißen, reagieren daher sehr empfindlich auf Unterwasserlärm aller Art, die Zerstörung der Ortungsorgane führt zum Tod der Tiere. Die BUND Mitarbeiterin Nadja Ziebarth vom BUND-Projektbüro Meeresschutz in Bremen wandte sich daher besorgt an die Presse. Die Nachrichtenagentur dpa/lni berichtet u.a. am 13. August 2014

„[…] Lautstarke Schallkanonen in der niederländischen Nordsee haben Naturschützer in Deutschland alarmiert. Der Einsatz von dröhnenden Knallapparaten zur Erforschung von Gasvorkommen gefährde Schweinswale und Fische, kritisierte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Gesucht wird in einem Gebiet in den Niederlanden, das direkt an das deutsche Schutzgebiet Borkum Riffgrund grenzt […]“ Weiterlesen

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Windenergie: politischer Druck auf die staatlichen Vogelschutzwarten

Toter Uhu vor dem Windpark Düren/NRW

Fachlicher Natur- und Vogelschutz jenseits von Meisenknödeln und Nistkästen kann Windkraftanlagen verhindern. Das hat sich auch in der Politik und der damit eng verbandelten Windenergiewirtschaft herumgesprochen. Die Fachleute des staatlichen Vogelschutzes sitzen in den Vogelschutzwarten der Bundesländer, nicht zu verwechseln mit den staatlichen Vogelwarten Helgoland oder Radolfzell. Diese Fachleute kommen wegen ihrer Aussagen zu den Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Vogelarten und deren Lebensräume unter politischen Druck, wie die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V (EGE) in einer aktuellen Veröffentlichung dargestellt hat. Naturschutz ist ein wesentliches Genehmigungshemmnis für den weiteren Ausbau der Windenergie im Lande. Naturschutzverbände, die eigentlich Anwälte der Natur sein sollten, machen dagegen oft gemeinsame Sache mit der Politik und der starken Windkraftlobby. Wir veröffentlichen den nachfolgenden Beitrag der Eulenfreunde mit deren freundlicher Genehmigung. Weiterlesen

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Windenergie: Investoren lassen Fledermausquartiere fällen

Ostermarsch/Norden: Das waren einmal Fledermauswohnungen

Der Natur- und Artenschutz kommt durch den rasanten Ausbau der Windenergie immer mehr unter die Windräder. Das ist politisch so gewollt. Im Landkreis Aurich/NDS wurde das wieder einmal drastisch und deutlich vor Augen geführt. Dort stehen bereits ca. 550 der etwa 25.000 Anlagen, die sich bisher in Deutschland drehen – wenn denn der Wind weht. Ein Ende des Ausbaus weder im Landkreis Aurich noch im Rest der Republik in Sicht. In der Ostermarsch bei Norden im Landkreis Aurich wurden mit der Motorsäge Fakten geschaffen. Weiterlesen

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Leitfaden Windenergie Niedersachsen: grüner Umweltminister Wenzel als Windkraftlobbyist

Der Tod der Kulturlandschaft: Mühlenmonster um Roggenstede/LK Aurich

Ein Kommentar von Manfred Knake

Es ist kein Geheimnis: Der grüne niedersächsische Umweltminister Wenzel ist geneigt, den Forderungen der Windenergiewirtschaft nach einer faktischen Verdoppelung der Fläche für den Ausbau der Windenergiewirtschaft zu entsprechen und dazu Hürden des Naturschutzes und des Artenschutzes niederzureißen. So soll der dubiose Leitfaden des grünen nordrhein-westfälischen Umweltministeriums zu “ Naturschutz und Windenergie“ durch die Hintertür auch in Niedersachsen Platz greifen. Der Leitfaden soll die Blaupause für einen entsprechenden niedersächsischen Leitfaden sein. Der Leitfaden tritt das Artenschutzrecht mit Füßen, er ist ein grünes Machwerk, vor dem Fachleute des Naturschutzes ausdrücklich warnen und zentrale Aussagen darin als rechtswidrig kennzeichnen. Weiterlesen

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Windenergieerlass Niedersachsen: Schluss mit Heimlichkeiten? Spagat des BUND

Vermaist und verspargelt: Windpark Utgast/LK Wittmund/NDS, 50 Anlagen auf 2 qkm Fläche, 10 km schwerlastfähige Wartungsstraßen, inmitten eines EU-Vogelschutzgebietes, 1,4 km vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Beitrag zu einer "Energiewende": nicht messbar. Naturschutz in Niedersachsen!

Am 22. Juli 2014 berichteten wir über die Absicht des Landes Niedersachsen, einen Windenergieerlass und eine neue Leitlinie dazu zu erarbeiten, unter überwiegender Beteiligung der Windenergiewirtschaft wie der Herstellerfirma Enercon und des Projektierers „Windwärts“, insgesamt 14 Vertreter der Windlobby und zwei Vertreter der Naturschutzverbände NABU und BUND. Der Erlass und die Leitlinie soll die für die Windenenergiewirtschaft planungs- und profithemmende Arbeitshilfe „Windenergie und Naturschutz“ des Niedersächsischen Landkreistages ersetzen, deren aktueller Entwurf vom Juli 2014 hier nachzulesen ist: NLT_Windenergie_Entwurf_Juli2014 . Die Nachrichtenagentur dpa berichtete dazu ausführlich.

Die dpa-Berichterstattung über die Akteure und Zielsetzungen des „Windenergieerlasses“ in Niedersachsen hat das Niedersächsische Umweltministerium aufgeschreckt. Nun soll die „Debatte versachlicht“ werden, die aber ohne die dpa-Berichterstattung gar nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangt wäre. Plötzlich, nachdem die Decke der Heimlichkeit weggezogen wurde, entdeckt das Umweltministerium die „offene Dialogkultur“, welche Heuchelei! Weiterlesen

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BUND-Spitzen im Dornumer Sommerloch: Ausgerechnet Dornum will Biosphärenreservat-Gemeinde des Nationalparks werden

Werbe-Seezeichen am Ortseingang von Dornumersiel- Bedeutung: allgemeine Gefahrenstelle, östlich umfahren

Politiker tun es, und Naturschutzverbandsfunktionäre tun es inzwischen auch: das pressebegleitete Reisen durch das Sommerloch. In diesem Falle bereisten BUND-Spitzenfunktionäre die ostfriesische Küste und gaben so allerlei von sich.

Nachfolgend (ganz unten) also die kostenlose Sommerloch-PR für den BUND und das BUND-Nationalparkhaus Dornumersiel/LK Aurich, eine unglaubliche Nebeltopf-Nummer. Ein Schwerpunkt der neuen Ausstellung im Haus sind die „erneuerbaren“ Energien an der Küste, auf Grundschulniveau. Der Umbau des Nationalparkhauses wurde mit erheblichen Mitteln auch aus der Statoil-Wattenmeerstiftung finanziert. 1994 und 1995 gehörte der BUND noch zu den stärksten Kritikern der Statoil-Erdgasleitung „Europipe“ durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, heute erhält der BUND Fördermittel aus der Wattenmeerstiftung. Der niedersächsische BUND-Landesgeschäftsführer und Multifunktionär Bodenstein-Dresler ist auch Mitglied im Beirat der Stiftung, die vom niedersächsischen Umweltministerium verwaltet wird, er arbeitet also sehr regierungsnah. Weiterlesen

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Windenergie: Fakten statt Energieromantik

http://wilfriedheck.tripod.com - 06. Aug. 2014, Datenquelle: transparency.eex.com und entsoe.net

                                                                                  
Diese aktuelle Grafik zeigt die tatsächliche „Leistung“ der Windenergie im Netz vom 01. Januar 2014 bis zum 01. August 2014, erarbeitet von Dipl.Ing. Wilfried Heck mit Daten der Leipziger Strombörse und des Übertragungsnetzbetreibers entsoe. Es muss unterschieden werden zwischen der installierten Leistung (violette Linie) -also das, was auf der Windkraftanlage als theoretisches Leistungmaximum draufsteht – und der Arbeitsleistung (die grünen Zappelspitzen), also das, was die Windkraftanlage bei unterschiedlichen Windverhältnissen völlig unregelmäßig tatsächlich ins Netz einspeist. Und dazwischen klaffen erhebliche Lücken. Die Netzlast (blau) gibt die momentane Auslastung, also das, was momentan nachgefragt und verbraucht wird, an. Weiterlesen
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