Enercon intern: „Licht ins Dunkel“ des Windenergieanlagenherstellers

Enercon-40, die erste getriebelose Windkraftanlage

Enercon ist der Marktführer bei Windkraftanlagen. Der Hauptsitz der Firma ist in Aurich/Ostfriesland. Bisher war es nicht einfach, Licht in das Dunkel des weltweit verzweigten Unternehmens zu bekommen. Das hat die Redaktion der „Ostfriesischen Nachrichten“ in Aurich geschafft. Den nachfolgenden Beitrag haben wir im vollen Wortlaut von der ON übernommen, die Bilder sind vom Wattenrat und nicht Teil der Berichterstattung. Wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung. Zu ergänzen wäre, dass Enercons Erfolg überwiegend auf dem „Erneuerbare Energie Gesetz“ beruht, das von allen Stromkunden eine Zwangsabgabe zusätzlich zu den Stromkosten fordert. Nur dieses Gesetz ist in Deutschland für den Boom der Wind-, Solar- oder Biogas-Energie verantwortlich. Den Betreibern garantiert das satte Subventionsgewinne zu Lasten aller Stromkunden, Tendenz weiter steigend. Weiterlesen

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NABU-Geschäftsmodell: Geld oder Klage, „Mäuse für den Milan“

Verschiedene Schwimmvogelarten im Nationalpark Nds. Wattenmeer, Dollart. Im Hintergrund der Wind"park" Wybelsumer Polder, EU-Vogelschutzgebiet

Bereits am 27. Dezember 2012 berichteten wir im Beitrag „NABU-Hessen: windiger `Kompromiss` im EU-Vogelschutzgebiet, Geschäftsmodell `Klageverzicht gegen Bares`”.

Statt die Zulässigkeit eines kleinen Windparks in einem Rotmilan-Lebensraum im Hessischen rechtlich auf den Prüfstand stellen zu lassen, verzichtete der NABU auf weitere Rechtsmittel einer bereits erfolgreich eingelegten Klage und setzte die Betreiber mit einer Geldforderung von 500.000 Euro für eine Stiftung unter Druck, damit sich die bereits stillgelegten Windkraftwerke weiterdrehen konnten. Der Betreiber zahlte, der NABU nennt dieses dreiste Projekt „Mäuse für den Milan“. Weiterlesen

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Bund Hessen: „Freunde der Erde“ oder Lobbyisten der Windenergienutzung?

"Erneuerbare" Landschaft mit Nonnengänsen am EU-Vogelschutzgebiet an der Ems, Okt. 2011

Da ist er wieder, der BUND-Landesverband Hessen, den wir schon mal mit seinen windigen Positionen zum Natur- und Landschaftsschutz auf den Schirm gebracht haben (BUND-Hessen: Beim Ausbau der Windenergie müssen Naturschutzbelange zurückstehen). Nun macht der BUND mit einem Brief an den hessischen Ministerpräsidenten weiter, als offensichtlicher Unterstützer der Windenergiewirtschaft. Weiterlesen

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Reiner Schopf wird 75 Jahre alt: ein herzlicher Glückwunsch vom Wattenrat

Einkaufstour: Reiner Schopf am Westenede von Juist vor der Überfahrt nach Memmert – Foto (C): Manfred Knake

Heute am 17. Februar 2013 wird Reiner Schopf 75 Jahre alt.

Reiner Schopf war mehr als dreißig Jahre lang Vogelwart und Inselvogt auf der Vogelinsel Memmert bei Juist, auf der er viele Jahre ganzjährig bei jedem Wind und Wetter alleine zugebracht hat. Einsam sei er allerdings dort nie gewesen, wie er häufig betonte. Nach seiner Dienstzeit bei der Bundesmarine und einigen Jahren als Vogelwart in Schleswig-Holstein löste Schopf 1973 den aus Altersgründen weggezogenen Vogelwart Gerhardt Pundt ab. Schopf blieb als Angestellter des Bauamtes für Küstenschutz in Norden/Ostfriesland (später aufgegangen im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, NLWKN) bis August 2003 auf Memmert. Er verließ die Insel wegen der Errreichung des Rentenalters. Als sein Nachfolger trat Enno Janßen seinen Dienst auf Memmert an, der von Reiner Schopf eingearbeitet wurde. Weiterlesen

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Es stinkt zum Himmel: Gülleausbringung auf gefrorenem Boden

Güllespritzer in Schneelandschaft: Middelsterborg/LK Leer, 10. Februar 2013

Alle Jahre wieder: Seit vielen Tagen haben wir Frost in Ostfriesland, der Boden ist gefroren. Das hält aber einige Bauern nicht davon ab, den Inhalt ihrer vollen Güllebehälter in Gülleanhänger umzupumpen und den Inhalt trotzdem auf die Ländereien zu versprühen. Auf dem gefrorenen Boden besteht nicht die Gefahr, dass die schweren landwirtschaftlichen Fahrzeuge einsinken und dann aufwändig wieder geborgen werden müssen. Das stinkt nicht nur zum Himmel, das Gülleausbringen ist bei diesen Witterungsverhältnissen schlicht verboten: Bei gefrorenem Boden oder geschlossener Schneelage darf auch nach dem 31. Januar die Gülle nicht ausgebracht werden. Weiterlesen

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Brief an den WWF-Deutschland: Was liegt näher, „Barrier Reef“ oder „Weltnaturerbe Wattenmeer“?

Spaßpark "Weltnaturerbe" Wattenmeer, Norddeich/LK Aurich, Sommer 2012

Hauptsache weit weg, wenn es um den realen oder vermeintlichen Naturschutz geht. Diesmal macht sich der WWF-Deutschland (!) Sorgen um das „Great Barrier Reef“ „downunder“ in Australien. Warum aber in die Ferne schweifen, wenn das Kaputte liegt so nah? Zu den nicht nur touristisch übernutzten Wattenmeer-Nationalparks vor unserer Haustür, die kaum einer Aufsicht unterliegen, fallen dem WWF und den anderen Salonnaturschützern des NABU oder BUND nicht ein, dass das „Weltnaturerbe“ nur ein wohlfeiles und endlos strapazierfähiges Marketing-Etikett für noch mehr Tourismus, unter dem sich die großen Naturschutzverbände aber so gerne sonnen. Die reale Naturschutzsituation in den Nationalparks ist jedoch desolat, also auch hier müsste konsequenterweise gelten: Aberkennung des Welterbetitels! Vielleicht sollte man im Gegenzug den WWF-Australien bitten, eine Stellungnahme zu den Wattenmeer-Nationalparks in Deutschland abzugeben… Weiterlesen

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Climate Crimes: Film über Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes

Energielandschaft am Weltnaturerbe Wattenmeer: Campen/LK Aurich

„Was derzeit im Namen nicht nur des Klimaschutzes, sondern auch des grünen Wachstums vonstatten geht, würde ich als eine Art Amoklauf gegen die Natur und damit auch gegen den letzten Rest an ökologischer Vernunft bezeichnen.“ Niko Paech, Wirtschaftswissenschaftler.

Ulrich Eichelmann hat einen Film gemacht, den wir hier vorstellen: Climate Crimes (Klimaverbrechen). Im Januar 2013 lief diese Dokumentation über Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes in Hamburg an. Eigentlich soll der „Klimaschutz“ oder das, was dafür gehalten wird, die Erde retten. Ob man das Klima überhaupt schützen oder gar „retten“ kann, ist mehr als fraglich. Auch Ebbe und Flut kann man nicht schützen, auch nicht das Wetter und daher auch nicht den statistischen Wert des Klimas. Aber die Klimapropaganda läuft auf Hochtouren, zentraler Punkt der Klimastrategien weltweit oder vor unserer Haustür sind der massive Ausbau der sog. erneuerbaren Energie. Entstanden ist ein Film, der deutlich die Auswirkungen des Klimawahns mit dem Bau von vorgeblich „ökologischen“ Wasserkraftwerken oder dem rasant angestiegenen Maisanbau für Biogasanlagen auf die Natur zeigt. Die Landschaftszerstörungen durch Windkraft- oder Solarkraftwerke lässt der Autor Eichelmann leider weitgehend aus. Weiterlesen

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Reimar Campen verstorben: ein Nachruf

Reimar Campen, 2008 auf einer Bootstour auf der Ems

Erst jetzt erreichte den Wattenrat die Nachricht vom Tode von Reimar Campen aus Norden, der bereits am 12. Mai 2012 im Alter von fast 84 Jahren starb. Er wurde am 27. Juni 1928 auf Norderney geboren. Reimar Campen war ein „Urgestein“ im ostfriesischen Natur- und Umweltschutz. Als gelernter Bootsbauer fuhr er als Schiffzimmermann zur See. Später übernahm er den elterlichen gastronomischen Betrieb auf Norderney und übte diese Tätigkeit von 1960 bis 1981 aus. Durch unklare Rechts- und Besitzverhälnisse musste er diese Tätigkeit zwangsweise aufgeben und wurde dadurch erwerbslos. Er zog aufs Festland nach Norden und lebte hier zusammen mit seiner Ehefrau. Weiterlesen

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Landtagswahlen 2013 in Niedersachsen: kein Grund zum Jubeln, Nichtwähler relativieren das Ergebnis

Die Niedersachsenwahl in absoluten Zahlen: Wer repräsentiert hier eigentlich wen?

Gefunden bei der „Nachrichtenpolizei“ am 21. Januar 2013, und mit deren Erlaubnis kopiert und hier veröffentlicht: http://www.nachrichtenpolizei.de/
Jan 21, 2013

Nichtwähler größte Fraktion bei Wahl in Niedersachsen

Was für eine Wahl, betretene Gesichter auf der einen, und jubelnde Sieger auf der anderen Seite. Schwarz-Gelb wird abgelöst, Rot-Grün triumphiert. Breites Grinsen bei den Wahlsiegern. Sogar die FDP freute sich ob ihrer “9,9 Prozent”. Das sah in Umfragen kürzlich noch ganz anders aus. Doch das gestrige Wahlergebnis ist für die Politik alles andere als ein Grund zur Freude. Satte 40,6 Prozent hielten es nämlich nicht für nötig, überhaupt eine Stimme abzugeben. Sei es nun aus Frust oder Gleichgültigkeit. Solange die stärkste Fraktion immer noch die Nichtwähler sind, sollte sich manch ein Politiker und mach eine Politikerin fragen, wie es wirklich um “Volkes Wille” steht. Dabei hilft diese leicht angepasste Grafik des gestrigen Wahlergebnisses. Weiterlesen

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„Pestvögel“ in Ostfriesland

Seidenschwänze

Diese hübschen Vögel wurden in einem Hausgarten bei Emden gesichtet und fotografiert. Es sind Seidenschwänze (Bombycilla garrulus), die in unregelmäßigen Abständen ihre heimatlichen Gefilde des nördlichen Skandinaviens bis Sibirien verlassen und im Winter in großen Schwärmen invasionsartig nach Westen ausweichen. Die Ursache des vorübergehenden Abwanderns aus den Heimatgebieten ist der dortige Nahrungsmangel und vielleicht auch eine hohe Populationsdichte. In den Niederlanden wird diese Art „Pestvogel“ genannt, eine Erinnerung an mittelalterliche Seuchenzüge, die mit dem gleichzeitigen Auftreten des Seidenschwanzes in Verbindung gebracht wurden.

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