Naturschutzgebiet “Emsauen” bei Midlum/LK Leer: Jäger vertreibt Brutvögel mit Schrotschuss

NSG Emsauen bei Midlum/LK Leer: Nonnengänse und Kiebitze fliehen panikartig nach Schrotschuss im Naturschutzgebiet

Die Jagdzeit auf Wasservögel ist zwar seit Januar vorbei, was aber einen Jäger nicht daran hinderte, am 11. Mai 2013 im Naturschutzgebiet „Emsauen zwischen Ledamündung und Oldersum“ im LK Leer (Midlumer Vorland) alle Brutvögel samt Jungvögeln in Panik zu versetzen und teilweise zu vertreiben. Der „edle Waidmann“ befuhr mit einem älteren blauen VW-Golf einen Treibselabfuhrweg, stieg aus und feuerte mit seiner Flinte in die Luft. Ob er gezielt auf Gänse schoss, konnte nicht festgestellt werden. Der Weg ist nur für wenige Nutzungsberechtigte befahrbar und normalerweise durch eine Absperrung verschlossen. Nach dem Schuss flogen viele Nonnengänse ins Binnenland. Graugänse flohen mit ihren Küken in die nahe Ems. Nach der dort geltenden Naturschutzverordnung ist es untersagt, zu lärmen oder das Gebiet auf andere Weise zu beeinträchtigen. Das Schießen in die Luft außerhalb der Jagdzeiten mit dem Ziel der Vertreibung von Vögeln gehört nicht zur Jagdausübung. In diesem Schutzgebiet brüten verschiedene Gänse- und und auch streng geschützte Watvogelarten. Das Schutzgebiet wurde als Kompensationsfläche für die Emsvertiefung der Meyer Werft eingerichtet. weiter »

Angst vor Jagdeinschränkungen in Schutzgebieten: Ostfriesische Jäger gründen „Arbeitskreis Ökologische Inseljagd und Küste”

Gänsejäger im Nebel hinter einer Sichtschutzplane: Naturschutzgebiet Petkumer Deichvorland, EU-Vogelschutzgebiet. Die Jagd bei diesen Sichtverhältnissen ist nach §1 (3) der Bundesjagdzeitenverordnung verboten.

Die Jägerschaft auf den Ostfriesischen Inseln und an der Küste wird unruhig, und der Wattenrat Ostfriesland und die Gänsewacht wirken: Der neue niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) hat angekündigt, die Jagd in Natura-2000-Gebieten, also den FFH- und EU-Schutzgebieten nach den entsprechenden EU-Richtlinien, neu zu ordnen. weiter »

Die Jagd und der Landwirtschaftsminister: Zitatfälscherei als Nachrichtengeschäft, eine Richtigstellung

Umweltpädagogik? Vater mit Tochter auf Zugvogeljagd in einem Vogelschutzgebiet an der Ems, Dez. 2012

Die Pressemitteilung der Gänsewacht und des Wattenrates zum Besuch des neuen Agrarministers der Bündnisgrünen in Niedersachsen bei den Celler Freizeitjägern am 02. März schlug heftige mediale und interne Wellen im Lande, die bis zum Wattenrat zurückfluteten. Ins Boot gehen sollte jetzt der Redakteur für Politik bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, Klaus von der Brelie, der für seine Zeitung am 03. März u.a. so berichtete:

HAZ, online, 03. März 2013

Agrarminister Christian Meyer reicht Jägern die Hand

Von Klaus von der Brelie

[...] „Manchmal, etwa in Naturschutzgebieten, sei sogar mehr Jagd erforderlich [...]“

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pro iure animalis

Jetzt, wo die Jagdzeit wieder begonnen hat, die Kirche ihren Segen für das Hobby “töten” in heuchlerischen “Hubertusmessen” gibt und sogar in den EU-Vogelschutzgebieten an der Küste von lodengrünen selbsterklärten „Naturschützern“ arktische Gänse, also Zugvögel, bejagt werden, kann sich der nichtjagende Tier-, Arten- oder Naturschützer zur Mußezeit mit den Hintergründen der Jagd beschäftigen. weiter »

Ems: Zugvogeljagd in Schutzgebieten: “Die Jagd – Nicht das Problem, sondern Teil der Lösung“

Kollateralschaden: Blessgans, keine Jagdzeit in EU-Vogelschutzgebieten, geschossen mit verbotenem Bleischrot, Ems bei Petkum, Nov. 2011

Viel wurde auf den Seiten des Wattenrates zu den Missständen bei der Wasservogeljagd in den Revieren der Außendeichbereiche der Ems geschrieben, in Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebieten!

Die Verstöße ergaben sich aus der Verletzung des §1 der Bundesjagdzeiteinverordnung, weil häufig schon vor Sonnenaufgang, bei Nebel oder Schneetreiben auf Gänse geschossen wurde, die man bei diesem Licht nicht sicher ansprechen konnte. So wurden auch nicht jagdbare Arten getötet. Diese Verstöße wurden regelmäßig von unserem Mitarbeiter Eilert Voß in Detail dokumentiert und auch den Aufsichtsbehörden mitgeteilt oder bei strafbaren Handlungen, etwa dem Abschuss von geschützten Arten, auch bei der Staatsanwaltschaft in Aurich zur Anzeige gebracht. Konsequenzen hatte das für die namentlich bekannten Jäger nicht, alles verlief wie gewohnt im Sande. Stattdessen wurde Eilert Voß, als er wieder einmal alleine am Emsdeich unterwegs war, von mehreren Jägern wegen „Jagdstörung“ angezeigt und schließlich zur einer Geldbuße verurteilt, weil er mit einem Nebelhorn bei einer Wasservogeljagd auf sich aufmerksam machen wollte. weiter »

Graugänse in Ostfriesland: Jägerlatein im EU-Vogelschutzgebiet

Graugans (Anser anser)

Die ostfriesischen Jäger der Landesjägerschaft Niedersachsen und die im Bezirksfischereiverband für Ostfriesland (BVO) organisierten Sportangler machen mobil gegen die Graugans.

Am 16. Mai 2012 fand eine Bereisung mit dem Präsidenten der Landesjägerschaft Helmut Dammann-Tamke (CDU, MdL) statt, die die Jäger und Sportangler zwar ohne Waffen und Angelrute auch auf eine Brutinsel der Graugänse im „Kleinen Meer“ (Hieve) bei Emden führte. Hier brüten, relativ sicher vor Fuchs und Marder, ca. 260-280 Grauganspaare. Nicht sicher aber waren die Gänse vor den per Boot angereisten Jägern und Fischern, die ihren eigenen Berichterstatter der Ostfriesen Zeitung (OZ), den Redakteur Fritz Harders mitgebracht hatten, der ebenfalls Jäger ist. weiter »

Wasservogeljagd: Eklat im Emder Ratsausschuss

 

Verletzte flügellahme Blässgänse, nicht jagdbare Art in EU-Vogelschutzgebieten, hier NSG "Petkumer Deichvorland"/Ems, 25. Januar 2009

„Strafvereitelung im Amt“ war die vorsichtige Vermutung ausgerechnet eines Jägers zu den ständigen Jagdverstößen  im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems, hier auf den Wattenratseiten oft mit Bildern von Eilert Voß dokumentiert. Auf Antrag der Grünen wurde der Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes Niedersachsen/Bremen (ÖJV), Jürgen Oppermann (Forstdirektor i.R), als Experte zum Thema Jagdaufsicht im Emder Ratsausschuss „für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Bürgerservice“ am 21. März angehört. Nicht so sehr die fachlich begründete vorgetragenen Bedenken von Oppermann gegen die Jagd auf Wasservögel in einem Schutzgebiet, sondern der gute Eindruck beschäftigte die Stadtoberen und veranlasste sie zu Drohungen: „Ich fand das unverschämt”, wird der Erste Stadtrat von Emden von der Emder Zeitung zitiert. weiter »

Jagd: getarnte Krähenkiller

Screenshot  "Wild und Hund"

Screenshot aus Forum "Wild und Hund"

Man könnte meinen, es herrsche Krieg in Deutschland: In fleck-tarn gekleidete und vermummte bewaffnete Gestalten brüsten sich mit Leichen, die sie als „Strecke“ vor sich ausgelegt haben: Rabenkrähen. Diese „Eliteeinheiten“ haben ein klares Feindbild: Die ungeliebten schwarzen Vögel, die auch schon mal in Ostfriesland zu „wissenschaftlichen Zwecken“ in Fallen gefangen und dann zu abertausenden erschlagen wurden, wegen der vorgeblichen „Überpopulation“, die den Wiesenvögeln schaden soll. Nur schaden nicht die Krähen, sondern die industriealisierte Landwirtschaft mit ihrem frühen Walzen und Mähen des Grünlandes den Wiesenvögeln, sogar „nachhaltig“, und haben viele Arten an den Rand der Ausrottung gebracht. Und von der „Überpopulation“ von Jagdscheininhabern redet niemand.

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Ems: Flyer Gänsewacht und Gänsewinter

Die „Gänsewacht“, für die unser Mitarbeiter Eilert Voß unermüdlich bei Regen, Eis und Schnee auf Posten stand und dabei Jagdverstöße im Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ dokumentierte, hat jetzt ein informatives Faltblatt, neudeutsch „Flyer“, erstellt, das wir hier vorstellen. Verwirklicht wurde das Faltblatt von Gänsewächtern und -wächterinnen von der anderen Emsseite im Rheiderland.

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Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems

Pressekonferenz der Grünen im Sielwärtergebäude von Petkum

Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems

Mit Naturschutzthemen tut sich die Lokalpresse oft schwer, wie der Pressetermin am 06. Januar 2012 in Petkum bei Emden an der Ems zum Thema Gänsejagd in EU-Vogelschutzgebieten wieder einmal beweist. Eingeladen hatten die Grünen aus Emden, die den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der niedersächsischen Landtagsfraktion und naturschutzpolitischen Sprecher der Grünen, Christian Meyer, nach Petkum geholt hatten, um sich ein Bild vom Ort des Geschehens zu machen.

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