Erdgasförderung vor Borkum? BUND sorgt sich um Schweinswale – aber unterstützt Offshore-Windparks

Ausgerechnet der Naturschutzverband BUND-Niedersachsen  macht sich für den Schutz der Schweinswale in der Nordsee stark, die vom Betriebslärm einer geplanten Erdgas-Förderplattform nordwestlich von Borkum in deutsch-niederländischen Hoheitsgewässern im Schutzgebiet „Borkum Riff“ geschädigt werden könnten. Der berechtigte BUND-Protest gegen die Erdgasförderung in unmittelbarer Nähe des geschützten Wattenmeeres ist eine Sache, der Hinweis auf den Schutz der Schweinswale eine ganz andere. Der Protest ist nicht sehr wahrhaftig, BUND-lückig, sozusagen. Der BUND ist vehementer Befürworter des Ausbaus der Windenergie, auch auf See. Prof. Hubert Weiger, Bundesvorsitzender des BUND am 23. Mai 2019 auf Twitter beim Bundesverband Windenergie (BWE) zum Ausbau der Erneuerbaren Energien: „Die Bundesregierung muss den Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen und entfesseln. Dafür brauchen wir ein Anwachsen der jährlichen Zubau-Mengen“:

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Das ist der (Wind)-Gipfel: Umweltminister Olaf Lies (SPD) macht die Lobbyistenwelle

Frachter auf der Unterems, 23. August 2019 – Foto (C): Eilert Voß

Neues aus dem niedersächsischen Klima-Propagandaministerium unter Umweltminister Olaf Lies (SPD). Der bevorstehende Windgipfel im Bundeswirtschaftsministerium am 05. September lässt grüßen. Lies macht die Riesen-Lobbyistenwelle und zieht in einer Pressemitteilung seines Hauses (siehe unten) alle Horror-Register im Sinne der Windenergiewirtschaft. Angeblich „ringen Niedersachsens Wälder durch die von Menschen gemachte Erderwärmung“. Tatsächlich fallen durch zwei trockene Sommer (Wetter) nicht standortgerechte und auf schnellen Ertrag angepflanzte Fichtenmonokulturen dem Borkenkäfer zum Opfer, aber nicht ganze „Wälder“. Für den vorgeblichen „Klimaschutz“ mit Windkraftanlagen, der gleichzeitig als „Artenschutz“ vom Minister verkauft wird, kommen jährlich bereits tausende Greifvögel, hunderttausende Fledermäuse und tonnenweise Insekten durch die Rotoren ums Leben. Sie sterben für die Schimäre „Klimaschutz“.

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Wolfsfachmann Ulrich Wotschikowsky verstorben

Ulrich Wotschikowsky + 30. August 2019, Bildzitat von der WebSeite http://woelfeindeutschland.de/

 

Der Forstwissenschaftler, Wildbiologe und Wolfsfachmann Ulrich Wotschikowsky („Wotsch“) verstarb am 30. August 2019. Wotschikowsky betrieb das Weblog woelfeindeutschland.de. Er stritt für den nüchternen und unaufgeregten Umgang mit der Wiederausbreitung des Wolfes in Deutschland. Fachlich arbeitete und forschte er auch in Kanada mit dem kanadischen Wolfsforscher Bob Hayes, von dem er ein Buch übersetzte („Wölfe im Yukon“).  In Europa war Wotschikowsky Mitglied der Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE), die zu einer europäischen Expertengruppe für große Beutegreifer innerhalb der Species Survival Commission und der International Union for Conservation of Nature (IUCN) gehört.

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Die Fridays-for-Future-Generation und die Artenvielfalt

Foto (C): Eilert Voß

Zitat aus dem Gasteditorial in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Nationalpark (3/2109, Oekom Verlag): „Die um die Naturerlebnisse ihrer Großeltern betrogene Fridays-for-Future-Generation hat keine Vorstellung von der früheren Fülle der fragil geflügelten Wesen und schreibt ihr Verschwinden, sollte es überhaupt und nicht ausgerechnet an einem Freitag auf dem Lehrplan stehen, womöglich dem Klimawandel zu.“

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Petkum: hunderte Stare im Schlick verendet

Hafen Petkum: tote Stare im Hafenschlick – Foto: privat

Im Hafen von Petkum (östlich von Emden) kamen am 21. August 2019 mehrere hundert Stare aus ungeklärten Gründen ums Leben. Sie verendeten im Schlick der Außenmuhde. In unmittelbarer Nähe des Hafens befinden sich große Brackröhrichtbestände, die jährlich von tausenden Staren als Schlafplatz genutzt werden. Das Auricher Veterinäramt barg einige Kadaver, die im Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersucht werden sollen.

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Umweltminister Olaf Lies (SPD): weniger Naturschutz für mehr Windkraft

Sterben für den Klimaschutz? Tote Fledermaus im Windpark Utgast, LK Wittmund/NDS – Foto (C): Manfred Knake

Olaf Lies ist seit November 2017 Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Von Februar 2013 bis November 2017 war er Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Von Mai 2010 bis Januar 2012 war er Vorsitzender der SPD Niedersachsen, seit Januar 2012 ist er der stellvertretende Vorsitzende der niedersächsischen SPD. Seit November 2006 ist er Mitglied im Kreistag des Landkreises Friesland sowie stellvertretender Landrat. Wie man also unschwer erkennen kann, ist der gelernte Diplomingenieur für Elektrotechnik sozialdemokratischer Parteisoldat. Lies ist das politische Sprachrohr der Windenergiewirtschaft und trommelt für den weiteren Ausbau der umstrittenen Energienutzung, die nur im Zusammenspiel mit Wärmekraftwerken (Stichworte „Regelenergie“ und „Netzstabilität“) funktionieren kann. So viel Physik muss ein Elektroingenieur eigentlich wissen.  Nun ließ er die Politlobby-Hosen herunter und will fürs „Klima“ den Windkraftausbau forcieren und gleichzeitig den lästigen Artenschutz einschränken. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtete darüber ausführlich am 22. August 2019 (Beitrag und Kommentar siehe unten).

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Sturm in der Teetasse – Herr Wolf hat sich geärgert

Krimiautor Klaus-Peter Wolf, Foto: Ostfriesen Zeitung – 06. April 2019 – Screenshot-Bildzitat, heruntergeladen am 21. Aug. 2019: https://www.oz-online.de/-news/artikel/578238/Wirbel-ueber-Leserbrief-zu-Norder-Autor-Wolf

Leichen pflastern seinen Erfolgsweg: Klaus-Peter Wolf , seit 16 Jahren Wahlostfriese aus Gelsenkirchen, wohnhaft in Norden, ist der auflagenstarke Krimi-Autor der Ostfrieslandkrimis, der seine Protagonisten und die vielen Mordopfer an der ostfriesischen Küste angesiedelt hat. Einige seiner Kriminalromane liefen bereits als Fernsehfilme. Spötter fragen sich deshalb schon, ob man bei so viel gedruckten und verfilmten Wolf-Opfern in Ostfriesland überhaupt noch seines Lebens sicher sein kann, überall lauert der Tod.  Der Satz „Der sich den Wolf schreibt“ macht schon lästerlich über ihn und seine vielen Werke die Runde. Touristen und Wolf-Afficionados wandeln inzwischen während ihres Urlaubs auf den Spuren der fiktiven Figuren und Tatorte seiner Romane. Die Hochburg des Massentourismus in Norden-Norddeich vermarktet sich durch Wolf inzwischen als „Krimiküste Norden-Norddeich“, da muss man erst drauf kommen.

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Bensersiel: ´Willkommen an der Nordsee´

Blick auf Bensersiel und den Campingplatz aus dem „Weltnaturerbe Wattenmeer“ – Foto vom 17. Aug. 2019: privat

„Willkommen an der Nordsee – Ihr Nordseeurlaub in Esens-Bensersiel
Herzlich Willkommen in Esens-Bensersiel Ihrem zentralen Nordseeheilbad an der niedersächsischen Nordsee. Buchen Sie Ihren individuellen Nordseeurlaub und genießen Sie die einmalige Küstenregion Ostfrieslands direkt am UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer…“

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Der Seehund: Werbeträger und Opfer des Massentourismus

Seehunde und Krabbenkutter, Borkum Plate – Foto C): Eilert Voß

Der Seehund ist der Sympathieträger des Wattenmeeres, heutzutage jedenfalls. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde er bejagt, als Konkurrent der Fischer. Der „Europäische Seehund“ (Phoca vitulina), wie er korrekt heißt, hat sich in den letzten Jahrzehnten trotz zwischenzeitlicher Bestandseinbrüche durch einen staupeänhlichen Virus prächtig vermehrt – durch die Einstellung der Jagd. Probleme machen diesen Meeressäugern der immer noch wachsende Massentourismus, der bereits im Juni mit dem Beginn der Sommerferien gewaltig Fahrt aufnimmt. Der Tourismus boomt ausgerechnet zur Wurf- und Säugezeit der Seehunde. Wattwanderer, tieffliegende Hubschrauber, an Wurfplätzen anlandende Sportbootfahrer oder Surfer stören an den Liegeplätzen und können so das Muttertier vom Jungtier trennen. Unbedachte Touristen hätscheln vermeintlich verlassene Junghunde, sodass sich das Muttertier nicht mehr an den verlassenen Junghund und laut klagenden „Heuler“ herantraut.

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Höhenfeuerwerk über dem Nationalpark in Bensersiel: NABU schweigt

Feuerwerk über dem Nationalpark Wattenmeer – Foto (C): Eilert Voß

Man feiert sich mal wieder einen Wolf an der Küste, die Zeitungen sind voll von Berichten von Bespaßungsaktionen rund um den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der von der Tourismusindustrie als „Weltnaturerbe“ vermarktet wird, ohne auch nur mit einem Quäntchen zum Schutz dieses Gebietes beizutragen. Aktuell rummste und blitze es wieder in Bensersiel (Stadt Esens) auf dem Dorfplatz, nur wenige hundert Meter vom Schutzgebiet entfernt. Es musste mal wieder ein Höhenfeuerwerk sein, das kilometerweit in den Nationalpark hineinwirkt und die dort rastenden Zugvögel zu Panikfluchten veranlasst. Am 06. August ergötzte sich die Masse der Urlauber am Feuerwerk. Da in Bensersiel der Naturschutz im Saale des „Wattenhuus“ (Nationalparkhaus-Haus des Naturschutzbundes Deutschland, NABU-Landesverband Niedersachsen) zusammen mit der Stadt Esens betrieben wird, fragte der Wattenrat bei der Hausleiterin nach einer Bewertung dieses Spektakels über dem Großschutzgebiet an.

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