Gänsejagd: Fakten statt Jägerpropaganda, SPD bremst Gänseschutz

Auch an Gänseschlafplätzen darf weiter gejagt und gestört werden: Gänseschlafplatz im Dollart, EU-Vogelschutzgebiet und Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, 05. März 2014

Die Gänsejagd ist wieder Thema in der Presse. Die Nachrichtenagentur dpa hat darüber sehr ausführlich berichtet, unter Verwendung einer aktuellen sehr detaillierten Pressemitteilung des NABU (s.u.) und mit Hinweis auf die jahrelangen Aktivitäten des Wattenrates Ostfriesland. Nur in einigen Lokalzeitungen an der Küste, dem Ort des Geschehens, fiel die Übernahme des dpa-Beitrages leider sehr mager aus, der Bericht wurde z.T. stark gekürzt abgedruckt…

Inzwischen kursieren die Entwürfe einer neuen Jagdzeitenverordnung in Niedersachsen vom Oktober 2013, einer sogar speziell zugeschnitten auf den Herrschaftsbereich der Vorsitzenden des SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Johanne Modder aus landwirtschaftlich geprägten Rheiderland im Nordwesten der Republik. Weiterlesen

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Robbbenjagd?

Seehundkadaver vor der Nordseeinsel Norderney

Seit einigen Jahren werden vermehrt überwiegend einjährige Junghunde, die stark von Lungenwürmern befallen sind, an den Nordseeküsten angespült. In Schleswig-Holstein werden erkennbar kranke und geschwächte Seehunde, die an den Stränden gefunden werden, von speziell dafür ausgebildeten Seehundjägern mit der Waffe getötet. Dies rief erhebliche Proteste in den Medien hervor, bis zu einer Internet-Petition „Töten Sie keine weitere Robbe auf Sylt!“

Auch die taz griff diese vermeintliche „Jagd“ auf die Seehunde in einem wenig differenzierten Bericht auf. Heuler, also verlassene Seehundbabys, werden vermengt mit von Parasiten befallenen Seehunden, das hat mit „Robbensterben“ der vergangenen Jahre zunächst einmal gar nichts zu tun. Weiterlesen

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Demonstrationen für die Energiewende: nützliche Idioten?

Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen und man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen.“ (Abraham Lincoln)

 

Ein Kommentar von Manfred Knake

Mehr als 20 Jahre Gehirnwäsche durch die Medien wirken: 20.000 Menschen oder mehr demonstrierten nach Medienberichten am heutigen Sonnabend in einigen Städten für die „Energiewende“, für Strom aus Wind- und Solarenergie, für die Beibehaltung der Förderung aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Organisatoren und Unterstützer waren u.a. der Bundesverband Windenergie (BWE), die Naturschutzorganisation BUND, campact („Demokratie in Aktion“), der Verein „NaturFreunde Deutschlands“ („Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur“), die Parteien Bündnis 90/die Grünen und die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP), die frühere Meeresschutzorganisation Greenpeace, sogar die SPD, die Industriegewerkschaft Metall und, wer hätte das gedacht, der Windkrafthersteller Enercon.

Besonders perfide ist der Auftritt des Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) mit seinem Vorsitzenden Hubert Weiger, der sich zum Sprachrohr dieses aggressiven Wirtschaftszweiges der „erneuerbaren“ Energien macht. Mit Umwelt und Natur hat dieser Verein nichts mehr gemein.

Sie demonstrierten für die Beibehaltung der Gelddruckmaschine und der Subvention EEG, die den Betreibern 20 Jahre lang statte Gewinne garantiert, die jeden Privathaushalt zusätzlich mit mehr als 200 Euro jährlich zur Stromrechnung belastet, aber die Stromversorgung nicht sicherer und verlässlicher macht, sie demonstrierten

-für die Konten weniger Hersteller, Projektierer und Betreiber Weiterlesen

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Zivilcourage: Vogelforscher rausgeflogen

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Foto: Kentaro Kemoto, Tokyo, Japan, Wikipedia Creative Commons CC-by-sa-3.0 de

Zivilcourage im Alltag wird immer wieder von hochrangigen Politiker angemahnt. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete in seiner Ausgabe 10/2014 (Flug 727, Zielort Guinea, S.90), wie es einem Vogelforscher mit seiner angewandten Tugend erging. Eine Forschergruppe der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, die mit einem Passagierflugzeug im Auftrag des Landes Niedersachsen zu Rastgebieten von Zugvögeln in Afrika unterwegs war, wartete in Paris im Flug 724 nach Guinea auf den Abflug. Weiterlesen

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Erneuerbare Energien Gesetz: Expertengremium fordert Abschaffung, Schluss mit „Klima“

Was vielen Wattenratlesern schon lange bekannt war, wurde jetzt fachlich, quasi im Auftrag der Bundesregierung,  untermauert: Schluss mit „Klima“, wenn es um die Begründung des Ausbaus der „erneuerbaren“ Energien geht.

Nun muss sich die Branche, die ständig und „fürs Volk“ ganz erfolgreich auf der Welle der Angstmache vor dem angeblichen Klimakollaps und der Weltenrettung mittels Solar- und Windkraftwerken surft, neue Märchen ausdenken: Die „Expertenkommission Forschung und Innovation“ (EFI), als Beratergremium eingesetzt von der Bundesregierung, kommt in einem Gutachten zu dem Schluss, dass das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) weder das Klima schützt noch zu Innovationen führt. Der Kernsatz ist „Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) sieht keine Rechtfertigung für die Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes“! Weiterlesen

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Windkraftklüngel im stillen Kämmerlein: noch mehr Anlagen in Ochtersum und Holtgast

Ein Industriegebiet auf der grünen Wiese: Windpark Utgast/Gem. Holtgast/LK Wittmund

Im Ortsteil Utgast der Gemeinde Holtgast/LK Wittmund drehen sich auf 2 qkm Fläche bereits 50 Windkraftanlagen, nur 1,4 km vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer entfernt. Nun sollen ausgerechnet am Hartgaster Tief, einem Wasserlauf, auf 40 Hektar Fläche mindestens drei weitere Anlagen das Typs Enercon-101 aufgestellt werden. Gemunkelt wird schon, diese später auf sechs Anlagen aufzustocken. Die Planungen laufen seit mehr als zwei Jahren. Es geht ums Geld, um sehr viel Geld, nicht um die „Energiewende“ oder „Atom“, die Gelddruckmaschine „Erneuerbare Energien Gesetz“ macht´s möglich. 2013 wurden bereits Betreibergesellschaften gegründet: Weiterlesen

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Gänsewachtprotokoll 2013/2014 im NSG „Petkumer Deichvorland“ an der Ems: der alljährliche Jagdskandal

Abendlicher Gänseeinflug in die Schlafplätze am Dollart/ Nationalpark Niedersächsiches Wattenmeer

Gänsewacht im NSG Petkumer Deichvorland, oder: „Alljährlicher Jagdskandal am Nonnengansschlafplatz“

von Eilert Voß, Widdelswehr

Jagdperiode: 01. November 2013 bis 15. Januar 2014

Vorwort und Dank

Im fünften Jahr organisierten Mitarbeiter ostfriesischer Initiativen und Umweltgruppen für den Schutz des Nonnengans-Schlafplatzes von Petkum die so genannte „Gänsewacht“. Anlass sind regelmäßige Beschießungen arktischer Gänsebestände, die in der Dämmerungszeit zwischen dem Dollart und den Äsungsgebieten der Unterems hin- und herpendeln. Ein jährlich sich wiederholender Freizeitspaß von Gänsejägern, die Vogelbestände der Nordhalbkugel am Weltnaturerbe „Dollart“ unter Schrotfeuer zu nehmen. Dass bei der unerträglichen Naturnutzung nicht nur jagdbare Vogelarten verscheucht, getötet oder schwer verletzt werden, ist Politikern, Behördenvertretern und Wissenschaftlern seit Jahren bekannt und wird im privaten Gespräch niemals bestritten.

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Offshore-Windpark „Butendiek“: zweimal NABU

Feuerschiff Amrumbank vor dem Windpark Wybelsumer Polder an der Ems/NDS, EU-Vogelschutzgebiet

 Der NABU will weiter gegen den Offshorewindpark Butendiek vor Sylt in Schleswig-Holstein vorgehen, meldete der Landesdienst Nord der Nachrichtenagentur dpa mit Berufung auf den „Spiegel“ Anfang Februar 2014. Das Bemerkenswerte an der Offshore-Planung von „Butendiek“, die vom NABU-Bundesverband schon längere Zeit bemängelt wird: Der Gutachter für „Butendiek“ war die Bio-Consult SH mit dem Geschäftsführer Dr. Georg Nehls, der damals auch der stellvertretende Vorsitzende des NABU-SH war. Weiterlesen

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Gequirlte Scheiße bei roter Flagge: Wilhelmshaven an der Kot de l´Or

Eigentlich olle Kamellen, aber der besonderen Art: Bereits im November 2006 berichteten wir über „Goldbolzen“, also Fäkalien, die am Wilhelmshavener Südstrand jährlich bis zu 60 mal ungeklärt in den Jadebusen und so auch in den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gelangten. Ursache ist die unzureichende Kapazität der Kläranlage der Stadt, die gerne einmal überläuft. Das Problem: Am Südstrand wird auch gebadet, in brauner Soße, garniert mit Slipeinlagen und anderen festen Igitt-Hinterlassenschaften. Wird eingeleitet, geht zur Warnung der Badenden die rote Flagge hoch. Was uns verborgen blieb: Auch das Fernsehen, in diesem Falle der NDR, griff bereits 2007 in der Satiresendung „extra 3“ diese unappetitliche Angelegenheit auf und interviewte den Umweltdezernenten der Stadt, Dr. Jens Graul. Das muss man gesehen haben! Auf der WebSeite von „Gegenwind“  in Wilhelmshaven kann man das bemerkenswerte Interview nachlesen, und auf YouTube auch in Gänze hier ansehen, wohl bekomm´s. Die taz griff das Thema vor einem Jahr noch einmal auf. Weiterlesen

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Wieder einmal trilala: 12. trilaterale Wattenmeerkonferenz in Dänemark

"Nachhaltiger" Tourismus statt Naturschutz, Norddeich/LK Aurich

 Am 06. Februar 2014 endete die 12. trilaterale Wattenmeerkonferenz der drei Staaten Dänemark, Deutschland und der Niederlande in Tondern/Dänemark.  Die noch vor zwei Jahrzehnten mit großer Medienbegleitung stattfindenden trilateralen Wattenmeerkonferenzen auf Regierungsebene sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Die 11. Konferenz 2006 unter deutschem Vorsitz auf Sylt ist auch am Wattenrat spurlos vorbeigegangen; sie wurde, weil völlig inhaltslos, gar nicht bemerkt. Ein Thema beschäftigte sich damals mit heißer Luft statt mit den tatsächlichen Problemen des Wattenmeerschutzes: „Gemeinsam mit den Kreisen und Gemeinden vor Ort werden wir Wege aufzeigen, die Wattenmeerregion spätestens bis 2030 zu einer CO2-neutralen Region zu entwickeln“, so die damalige schleswig-holsteinische Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf (CDU) in ihrer Eröffnungsrede! Zuletzt berichteten wir über die 10. Wattenmeerkonferenz im November 2005 auf der niederländischen Insel Schiermonnigkoog. Weiterlesen

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