
Blick in das Vogelschutzgebiet V63 bei Bensersiel/LK Wittmund – Foto: Manfred Knake

Blick in das Vogelschutzgebiet V63 bei Bensersiel/LK Wittmund – Foto: Manfred Knake

Windenergie und „Energiewende“ – Symbolfoto: Eilert Voß/Wattenrat
Von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt
Ein entlarvender Satz von Kanzlerkandidat Friedrich Merz ist die passende Zusammenfassung des folgenschweren „Weiter so“ in der Energiepolitik durch Schwarz-Rot:
“Fast alles von dem, was wir vorschlagen, ist auch von den Grünen in der letzten Wahlperiode schon einmal vorgetragen worden“.
Zur Erinnerung: die schweren Fehler des Kernenergieausstiegs durch die Regierungen Merkel und der Ampel, die ausufernde CO2-Bepreisung von Energie in Deutschland, die vorzeitige Stilllegung von Kohlekraftwerken, der 500 Milliarden € teure Ausbau der Erneuerbaren Energien und der ebenso großen Kosten des Netzausbaus haben zu einer dramatischen Strompreiserhöhung geführt.

Das Binnengewässer „Mahlbusen“ in Dornumersiel (gelbe Markierung Bildmitte), angrenzend an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer– Foto: google earth/Airbus
Bearbeitet und ergänzt am 15. März 2025
Das Tourismus-Großprojekt „Mahlbusen“ in Dornumersiel/LK Aurich ist tot. Das berichtet u.a. die Nordwest Zeitung aus Oldenburg am 08. März 2025
„DORNUMERSIEL. (IF) Das Mahlbusenprojekt in Dornumersiel ist gescheitert: Viele Jahre wurde das Ziel verfolgt, mit einem sogenannten Indoorhafen ein touristisches Aushängeschild zu schaffen. Damit sollte auch den benachbarten Küstenorten in der Tourismusentwicklung paroli geboten werden. Doch nun steht die eigens dafür gegründete Mahlbusen-Projektentwicklungsgesellschaft mbH (MPEG) vor der Auflösung. Obwohl 15 Jahre lang viel geplant und auch Geld investiert wurde. […]“
Im aktuellen Heft der Zeitschrift „Nationalpark“ (01/2025) aus dem Oekom-Verlag erschien der Beitrag „Faktencheck Artenvielfalt“. Klicken Sie bitte hier (.pdf), wenn Sie diesen Kommentar lesen möchten.

Kollisionsgefährdeter Silberreiher – Foto: Eilert Voß/Wattenrat
Der Wattenrat weist auf die Ausarbeitung des Landesamtes für Umwelt Brandenburg, T. Langgemach, und der Staatlichen Vogelschutzwarte, T. Dürr, hin: „Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel“. Weiterlesen

Asuka III auf der Ems, gebaut für die japanischen Reederei Nippon Yusen Kaisha – Foto: Eilert Voß/Wattenrat
Am 02. März 2025 wurde der Neubau des Meyer-Kreuzfahrtschiffes „Asuka III“ über die enge Ems an die Nordsee überführt, dafür musste das Ems-Stauwerk bei Gandersum geschlossen werden, um den Wasserstand in der Ems zu erhöhen. Die Medien beschrieben das wieder einmal als „Spektakel“. Für die Rastvögel im europäischen Vogelschutzgebiet „V10 Emsmarsch von Leer bis Emden“, das in diesem Bereich der Ems ausgewiesen ist, war das Spektakel der Horror. Vom Schiff ertönte mehrfach laut das Typhoon (Schiffshorn), das die Vögel zu Panikfluchten aus ihrem Schutzgebiet veranlasste. Zahlreiche Sehleute säumten das Emsufer und betraten dabei auch die Teile des Schutzgebietes, die für den Besucherverkehr gesperrt sind.

Hof der Anzeigenerstatterin in Ostbense, Gem. Neuharlingersiel/LK Wittmund im EU-Vogelschutzgebiet V63 „Ostfriesische Seemarschen von Norden bis Esens“ – Foto: Ina Nowinski
Bearbeitet und ergänzt am 05. März 2025
Wie es in einem Vogelschutzgebiet an der ostfriesischen Küste im Landkreis Wittmund tatsächlich aussieht, wird nachfolgend berichtet: Die Besitzerin eines Hofes vermietet Ferienwohnungen in Ostbense in der Gemeinde Neuharlingersiel/Samtgemeinde Esens direkt hinter dem Deich. Ihr Anwesen liegt mitten im Vogelschutzgebiet V63 „Ostfriesische Seemarschen von Norden bis Esens“, das bekannt ist für seine herausragende Bedeutung für Gast- und Brutvögel. So beschreibt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) als Fachbehörde dieses Gebiet:

Teilansicht des EU-Vogelschutzgebietes V63 westlich von Neuharlingersiel. Hier sollen Offshore-Leitungen angelandet werden. – Foto: Manfred Knake
Am 01. März 2025 berichtete die Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ aus Wittmund (Regionalausgabe der Nordwest Zeitung in Oldenburg) über die bevorstehenden Leitungsanlandungen von Offshore-Windparks auf Flächen der Samtgemeinde Esens im Landkreis Witmund: „Leitungsbau: Kommunen befürchten Ausfälle“. Der Artikel ist unten vollständig angehängt, mit freundlicher Genehmigung des Autors. Es geht aber nicht nur um Einnahmeeinbußen für den Tourismus, die Landwirtschaft oder die Küstenfischerei während der Bauzeit, sondern auch um die Durchquerung des EU-Vogelschutzgebietes V63 „Ostfriesische Seemarschen von Norden bis Esens“, das an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer angrenzt.

Windpark Riepe im Landkreis Aurich: Wo bleibt der WEA-Schrott? – Foto: Eilert Voß/Wattenrat
Am 27. Oktober 2024 berichtete der Wattenrat über den Rückbau eines Windparks mit 26 Enercon-66-Altanlagen in Riepe im Landkreis Aurich. (Windkraft-Schrott im Riepster Hammrich, Landkreis Aurich – ist das legal? – Späte Reaktion der Presse)
Der Windpark sollt mit leistungsstärkeren und höheren Anlagen repowert werden. Mit eMail vom 10. Februar 2025 fragte der Wattenrat beim Auricher Landrat Olaf Meinen nach, wer den Windparkschrott entsorgt und wo die Reste deponiert werden.

Screenshot/Bildzitat via „Tichys Einblick“ am 23. Februar 2025
300.000 Euro und mehr werden derzeit als Pacht für einen einzigen Windkraftstandort in Deutschland gezahlt, eine obszöne Entwicklung in der nimmersatten Branche, die stets „Klima“ sagt, aber der es nur um die enormen Gewinne aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, vom Steuerzahler gezahlt, geht. Das spricht sich langsam herum, nur noch nicht in vielen Medien, die immer noch das Narrativ vom „Klimaschutz“ durch die wetterabhängige Zufalls-Stromerzeugung verbreiten.