„Jagdstörung“ an der Ems: Berufungsverhandlung ohne Urteil

Etwas optimistischer: Eilert Voß (l.) und RA Dominik Storr nach der Verhandlung

Gestern am 05. August 2011 fand die von Eilert Voß, Mitarbeiter im Wattenrat, angestrengte Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Aurich statt. Der zunächst auf 20 Minuten anberaumte Erörterungstermin dauerte dann 40 Minuten, ein Urteil wurde noch nicht gesprochen. Wegen des großen Besucherandrangs wurde der ursprünglich vorgesehene Verhandlungsraum nicht geöffnet, die Verhandlung fand in einem größeren Saal statt. Der Verkündungstermin wurde auf den 26. August um 12:00 Uhr im Landgericht Aurich terminiert.

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Wenn der NABU an der Haustür klingelt: Mitgliederwerbung mit Drückerkolonnen

Nun klingeln sie wieder, die Drückerkolonnen, die bundesweit, nicht nur in Ostfriesland, neue Mitglieder für den NABU werben sollen. Ob mit solchen Neu-Mitgliedern tatsächlich vor Ort ein engagierter, fachlich orientierter Naturschutz ermöglich wird, ist höchst fraglich; es werden eher Mitglieder sein, die mit Ökotainment unterhalten werden wollen, zahlende Karteileichen eben. Diese Art der Mitgliederwerbung und der Spendenbuchhaltung, nicht nur beim NABU,  steht seit Jahren in der Kritik. Das einfache Mitglied vor Ort weiß  kaum etwas davon, wie die Funktionäre in den Geschäftsstellen mit den Vereinsfinanzen jonglieren.

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Erich Bolinius (FDP): dick aufgetragen im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“, Falschmeldung vor der Kommunalwahl

Seit Jahren schwelt der Streit um das nur ca. 200 Hektar große Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“, Teil eines EU-Vogelschutzgebietes, an der Ems bei Emden. Vor allem die Jagdausübung auf Wasservögel und die ständigen Verstöße gegen das Betretungsverbot des sog. „Teekabfuhrweges“, eines Betonweges, der eigentlich zur Abfuhr des Treibsel aus der Ems gebaut wurde, sind hier die Dauerbrenner. Nach einem verlorenen Rechtsstreit vor dem Lüneburger Oberverwaltungsgericht musste die Stadt nach Jahren der Diskussion und ungezählten Rechtsverstößen sicher stellen, dass der Weg völlig gesperrt bzw. auf einem Teilstück von Jarßum bis Petkum mit Rücksicht auf die Brut- und Rastvögel nur zeitlich befristet vom 15. Juli bis zum 30. September betreten werden darf. Zum politischen Dauerbrenner macht diese Auseinandersetzung Erich Bolinius, FDP-Ratsvorsitzender aus dem  Emder Stadtrat, um damit örtlich Wählerstimmen zu gewinnen, so auch in diesem Jahr.

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Windkraft im Wald: auf dem Holzweg

Kraniche an Windkraftanlagen

Im April berichteten wir über die gnadenlosen Bestrebungen der Windenergielobby, PR-Wind für den weiteren Ausbau von Windkraftwerken ausgerechnet in Wäldern zu machen. Exponent dieser Bestrebungen war damals Günter Ratzbor vom Planungsbüro Schmal und Ratzbor in Lehrte, der auch für den Deutschen Naturschutzring im In- und Ausland über Land reist und diese „frohe Botschaft“ entweder als ein für die Windkraft „enagagierter“ Standort-„Gutachter“ oder als „Naturschützer“ verkündet. Nun ist die Entwicklung schon wieder einen Schritt weiter. Auch das politisch nicht unabhängige „Bundesamt für den Naturschutz“ ist auf den rasenden Zug der „Energiewende“ mit Windkraftanlagen aufgesprungen und hat ein Positionspapier zu „Wind über Wald“ verfasst, aber ein durchaus kritisches.

Der BUND als „anerkannter Naturschutzverband“  indes spricht sich für Windkraftanlagen im Wald aus. Weiterlesen

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Beobachtungshütten: gute und weniger gute Beispiele

Sichtblende am Punt van Reide (Dollart)

In den letzten Jahren wurde in oder an Naturschutzgebieten die Landschaft mit mehr oder weniger gelungenen Aussichtsplattformen oder „Hides“, also Sichtblenden, möbliert. Diese sollen das Naturerlebnis bei störungsempfindlichen Arten steigern, weil der Mensch auf Aussichtsplattformen oder hinter Sichtblenden für die Tiere unsichtbar bleibt, wenn denn diese Konstruktionen sinnvoll gebaut sind. Am Beispiel von drei Holzkonstruktionen aus den Niederlanden soll hier aufgezeigt werden, wie es nicht oder wie es gut mit der menschlichen Tarnung funktioniert.

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Dollart: halbstarke Seehunde als Milchräuber

Milchräuber überfallen Seehundweibchen

Eine Beobachtung der besonderen Art gelang Eilert Voß am 09. Juli 2011 im niederländischen Dollartwatt: Mehrere  halbwüchsige Seehunde eines diesjährigen Wurfes kamen beim Anblick einer säugenden Seehundmutter auf hungrige Gedanken: Sie bedrängten mit Macht gemeinsam das Seehundweibchen, um an ihre Zitzen zu gelangen und dort zu trinken. Seehunde haben in der Regel ein Junges, manchmal auch zwei. Die rüpelhaften „Halbstarken“ versuchten immer wieder gleichzeitig, an die nahrhafte Milch zu gelangen. Die Seehunddame wehrte sich gegen die Zudringlichkeiten und glitt schließlich, offensichtlich völlig  entnervt, ins Wasser, um den hungrigen Rüpeln zu entfliehen. Die müssen nun wohl langsam selbständig ihre feste Nahrung im Wasser suchen, alt genug dafür sind sie.

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25 Jahre Nationalpark Wattenmeer: „Tunnel am Ende des Lichts“, Reiner Schopf zu den Versäumnissen der Naturschutzverbände

Nationalpark Wattenmeer als „Abenteuer“-Spielplatz für Touristen? Bensersiel, Strandportal, Juli 2011

Im Mai-Heft 2011 des Ostfriesland Magazins (Verlag Soltau-Kurier Norden) wurde über das 25 jährige Bestehen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer ausführlich berichtet. Als Kritiker der Entwicklung im Nationalpark gerierte sich der BUND, Landesverband Niedersachsen in Person von Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler als Landesgeschäftsführer und Multifunktionär des BUND. Das Ostfriesland Magazin druckte dazu die Pressemitteilung des BUND vom 30. Dezember 2010 ab (s.u.).

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Norderney: Golfplatz in Graudünen „Flächengewinn für die Natur“?

Sportliche Artenverarmung: Golfplatz auf Langeoog, 2009

Der Norderneyer Golfclub will seinen Platz von derzeit 25 Hektar um 16 Hektar auf eine 18-Loch-Anlage vergrößern, in der Erholungszone (Zone III) des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, Teil des UNESCO Weltnaturerbes und Flora-Fauna-Habitatgebiet nach der Natura-2000-Richtlinie der EU . Der Golfplatz soll in einem Graudünenbereich entstehen, der sonst noch nicht einmal betreten werden darf.

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Vögel des Wattenmeeres: Bestandsrückgang durch „Klima“?

Trotz Werbeetikett „Weltnaturerbe“: Austernfischer werden weniger im Wattenmeer (Bensersiel, Strandportal)

Das Internationale Wattenmeersekretariat (Common Waddensea Secretariat, CWSS) in Wilhelmshaven veröffentlichte am 06. Juli 2011 eine Pressemitteilung zur Abnahme und Zunahme bestimmter Vogelarten im Wattenmeer: „Von den 34 gezählten Vogelarten nehmen 14 Arten, darunter z.B. Austernfischer, Säbelschnäbler, Seeregenpfeifer, Silbermöwe und andere Möwenarten in ihren Beständen deutlich ab, während 20 Arten wie z.B. Löffler, Pfuhlschnepfe, Sanderling und Kiebitzregenpfeifer eine Zunahme aufweisen. Besonders Arten, die in Nord-, Zentral- oder Westeuropa brüten und überwintern, scheinen von Bedingungen in Nord-Westeuropa oder dem Wattenmeer selbst beeinträchtigt zu sein und liegen negativ im Trend.“

Für Vogelarten, die im Watt nach Nahrung suchen, gäbe es für Schleswig-Holstein und Niedersachsen einen negativen Trend. Das CWSS kommt zu dem Schluss:

„Hier konnte ein Zusammenhang zwischen Trend und Sedimentzusammensetzung, welche sich in den letzten 20 Jahren aufgrund klimatischer Veränderungen verändert hat, festgestellt werden.“ […] Auch wenn die Ergebnisse darauf hinweisen, dass einige Gründe für die negativen Trends sicherlich im Wattenmeer oder in der Klimaänderung zu finden sind, so muss gleichzeitig verstärkt nach Ursachen entlang der Vogelzuglinien gesucht und entsprechend gehandelt werden.“

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Borkum: Windiges aus dem „Weltnaturerbe“ Wattenmeer

Lenkdrachen in der strengsten Schutzzone: keine Aufsicht im Nationalpark

Wenn einer eine Reise tut…

…dann sollte er Bilder mit nach Hause bringen. Unser Mitarbeiter Eilert Voß hat immer die Kamera schussbereit, wenn er im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ mit dem Boot, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist. Weiterlesen

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