Naturschutzgebiet “Emsauen” bei Midlum/LK Leer: Jäger vertreibt Brutvögel mit Schrotschuss

NSG Emsauen bei Midlum/LK Leer: Nonnengänse und Kiebitze fliehen panikartig nach Schrotschuss im Naturschutzgebiet

Die Jagdzeit auf Wasservögel ist zwar seit Januar vorbei, was aber einen Jäger nicht daran hinderte, am 11. Mai 2013 im Naturschutzgebiet „Emsauen zwischen Ledamündung und Oldersum“ im LK Leer (Midlumer Vorland) alle Brutvögel samt Jungvögeln in Panik zu versetzen und teilweise zu vertreiben. Der „edle Waidmann“ befuhr mit einem älteren blauen VW-Golf einen Treibselabfuhrweg, stieg aus und feuerte mit seiner Flinte in die Luft. Ob er gezielt auf Gänse schoss, konnte nicht festgestellt werden. Der Weg ist nur für wenige Nutzungsberechtigte befahrbar und normalerweise durch eine Absperrung verschlossen. Nach dem Schuss flogen viele Nonnengänse ins Binnenland. Graugänse flohen mit ihren Küken in die nahe Ems. Nach der dort geltenden Naturschutzverordnung ist es untersagt, zu lärmen oder das Gebiet auf andere Weise zu beeinträchtigen. Das Schießen in die Luft außerhalb der Jagdzeiten mit dem Ziel der Vertreibung von Vögeln gehört nicht zur Jagdausübung. In diesem Schutzgebiet brüten verschiedene Gänse- und und auch streng geschützte Watvogelarten. Das Schutzgebiet wurde als Kompensationsfläche für die Emsvertiefung der Meyer Werft eingerichtet. weiter »

NDR-Reportage: „Gänsekrieg in Ostfriesland“- mehr Ente als Gans

Screenshot (Bildzitat), NDR-Gänsekrieg

NDR-Reportage: „Gänsekrieg in Ostfriesland“- mehr Ente als Gans, Schädlingsbekämpfer oder Jäger?

von Manfred Knake

Im November 2012 drehte der Regisseur und Autor Lutz Wetzel der Magnum Mediaproduktion für den NDR-Sendeplatz “N3 Reportage” einen Fernsehfilm von 30 Minuten Länge. Titel der Reportage: Gänsekrieg in Ostfriesland, ausgestrahlt am 15. März 2013.

Dazu lud er Eilert Voß und mich schriftlich ein, in dem Beitrag mitzumachen und unsere Sicht der Dinge der Zugvogeljagd in die Kamera zu sprechen. Dieses Angebot nahmen wir gerne an, versprachen wir uns doch eine detaillierte Berichterstattung zu den unglaublichen Vorgängen bei der Wasservogel- und Zugvogeljagd im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“, Teil eines EU-Vogelschutzgebietes. Lutz Wetzel ist selber Jäger, im Mailwechsel versicherte er aber: „Ich stehe der Jagd in vielen Bereichen kritisch gegenüber, vor allem auch den Auswüchsen der Vogeljagd, die mich immer wieder mit Empörung erfüllt.“ weiter »

Wasservogeljagd in Schutzgebieten: Gänsewachtbericht 2009-2013 liegt vor

Eilert Voß hat wieder einmal in der vergangenen Wasservogeljagdsaison jeden Schuss im und am Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland” an der Ems, Teil eines EU-Vogelschutzgebietes, dokumentiert. Sein aktuelles Protokoll 2012-2013 und die älteren Protokolle seit 2009 sind auf der WebSeite der Gänsewacht als .pdf-Datei abgelegt. weiter »

Die Jagd und der Landwirtschaftsminister: Zitatfälscherei als Nachrichtengeschäft, eine Richtigstellung

Umweltpädagogik? Vater mit Tochter auf Zugvogeljagd in einem Vogelschutzgebiet an der Ems, Dez. 2012

Die Pressemitteilung der Gänsewacht und des Wattenrates zum Besuch des neuen Agrarministers der Bündnisgrünen in Niedersachsen bei den Celler Freizeitjägern am 02. März schlug heftige mediale und interne Wellen im Lande, die bis zum Wattenrat zurückfluteten. Ins Boot gehen sollte jetzt der Redakteur für Politik bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, Klaus von der Brelie, der für seine Zeitung am 03. März u.a. so berichtete:

HAZ, online, 03. März 2013

Agrarminister Christian Meyer reicht Jägern die Hand

Von Klaus von der Brelie

[...] „Manchmal, etwa in Naturschutzgebieten, sei sogar mehr Jagd erforderlich [...]“

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Gänsejagd an der Ems: Erneut Verstöße gegen Jagdrecht am Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ bei Emden – Nebeljäger ohne Hund auf Gänsejagd – Wattenrat erstattet Anzeige

Verbotene Gänsejagd im Nebel: zwei Jäger, drei Zeugen und ein Fotograf, aber kein Jagdhund

“Alle Jahre wieder”: Mitarbeiter des Wattenrates Ostfriesland und der Gänsewacht beobachteten am 24. November zwei Gänsejäger, die bei starkem Nebel und Sichtweiten von nur 30 Metern ohne einen Jagdhund binnendeichs am Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ auf Gänsejagd waren. Sie führten Gänse-Lockattrappen mit, aber nicht den vorgeschriebenen Jagdhund. Die Jagd bei diesen Sichtverhältnissen ist nach der Bundesjagdzeitenverordnung (Verordnung über die Jagdzeiten, §1, Abs.3) verboten, weil dann die verschiedenen Gänsearten, jagdbar oder nicht jagdbar, nicht sicher unterschieden werden können. Zudem ist zur Gänsejagd ein Jagdhund mitzuführen (Landesjagdgesetz, §4). weiter »

Wasservogeljagd an der Ems: Aufreger wegen Aufkleber

Die Jagd auf Zugvögel in Schutzgebieten, in diesem Falle die Gänsejagd in den EU-Vogelschutzgebieten an der Ems, sorgte sofort nach Beginn am 01. November für Aufregung.

Unbekannte Gänsejagdgegner hatten einen Aufkleber auf ein Informationsschild, das für die Gänse als Zugvögel wirbt, angebracht. Titel: „Vogelmord ist ihr Hobby“. Im angrenzenden Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ wird seit Jahrzehnten von einer Handvoll Wasservogeljäger Jagd auf diese Zugvögel gemacht. Dabei wurden auch in diesem Gebiet nicht jagdbare Wasservögel getötet oder angeschossen. Durch einen einzigen Jäger werden in diesem Schutzgebiet zudem streng geschützte rastende Watvögel, die keine Jagdzeiten haben, großräumig von ihren Rast und Futterplätzen vertrieben.

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Ems: Zugvogeljagd in Schutzgebieten: “Die Jagd – Nicht das Problem, sondern Teil der Lösung“

Kollateralschaden: Blessgans, keine Jagdzeit in EU-Vogelschutzgebieten, geschossen mit verbotenem Bleischrot, Ems bei Petkum, Nov. 2011

Viel wurde auf den Seiten des Wattenrates zu den Missständen bei der Wasservogeljagd in den Revieren der Außendeichbereiche der Ems geschrieben, in Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebieten!

Die Verstöße ergaben sich aus der Verletzung des §1 der Bundesjagdzeiteinverordnung, weil häufig schon vor Sonnenaufgang, bei Nebel oder Schneetreiben auf Gänse geschossen wurde, die man bei diesem Licht nicht sicher ansprechen konnte. So wurden auch nicht jagdbare Arten getötet. Diese Verstöße wurden regelmäßig von unserem Mitarbeiter Eilert Voß in Detail dokumentiert und auch den Aufsichtsbehörden mitgeteilt oder bei strafbaren Handlungen, etwa dem Abschuss von geschützten Arten, auch bei der Staatsanwaltschaft in Aurich zur Anzeige gebracht. Konsequenzen hatte das für die namentlich bekannten Jäger nicht, alles verlief wie gewohnt im Sande. Stattdessen wurde Eilert Voß, als er wieder einmal alleine am Emsdeich unterwegs war, von mehreren Jägern wegen „Jagdstörung“ angezeigt und schließlich zur einer Geldbuße verurteilt, weil er mit einem Nebelhorn bei einer Wasservogeljagd auf sich aufmerksam machen wollte. weiter »

Wasservogeljagd: Eklat im Emder Ratsausschuss

 

Verletzte flügellahme Blässgänse, nicht jagdbare Art in EU-Vogelschutzgebieten, hier NSG "Petkumer Deichvorland"/Ems, 25. Januar 2009

„Strafvereitelung im Amt“ war die vorsichtige Vermutung ausgerechnet eines Jägers zu den ständigen Jagdverstößen  im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems, hier auf den Wattenratseiten oft mit Bildern von Eilert Voß dokumentiert. Auf Antrag der Grünen wurde der Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes Niedersachsen/Bremen (ÖJV), Jürgen Oppermann (Forstdirektor i.R), als Experte zum Thema Jagdaufsicht im Emder Ratsausschuss „für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Bürgerservice“ am 21. März angehört. Nicht so sehr die fachlich begründete vorgetragenen Bedenken von Oppermann gegen die Jagd auf Wasservögel in einem Schutzgebiet, sondern der gute Eindruck beschäftigte die Stadtoberen und veranlasste sie zu Drohungen: „Ich fand das unverschämt”, wird der Erste Stadtrat von Emden von der Emder Zeitung zitiert. weiter »

Ems: Flyer Gänsewacht und Gänsewinter

Die „Gänsewacht“, für die unser Mitarbeiter Eilert Voß unermüdlich bei Regen, Eis und Schnee auf Posten stand und dabei Jagdverstöße im Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ dokumentierte, hat jetzt ein informatives Faltblatt, neudeutsch „Flyer“, erstellt, das wir hier vorstellen. Verwirklicht wurde das Faltblatt von Gänsewächtern und -wächterinnen von der anderen Emsseite im Rheiderland.

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Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems

Pressekonferenz der Grünen im Sielwärtergebäude von Petkum

Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems

Mit Naturschutzthemen tut sich die Lokalpresse oft schwer, wie der Pressetermin am 06. Januar 2012 in Petkum bei Emden an der Ems zum Thema Gänsejagd in EU-Vogelschutzgebieten wieder einmal beweist. Eingeladen hatten die Grünen aus Emden, die den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der niedersächsischen Landtagsfraktion und naturschutzpolitischen Sprecher der Grünen, Christian Meyer, nach Petkum geholt hatten, um sich ein Bild vom Ort des Geschehens zu machen.

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