Das Landschaftsbild und die Windenergie: bloße Geschmackssache?

Ostfriesische Marschenlandschaft: Windpark Utgast (Ausschnitt) im Landkreis Wittmund/NDS, nur 1,4 km vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer entfernt

Die Landschaft oder das Landschaftsbild ist keine subjektive Geschmacks- oder Ansichtssache, das Landschaftsbild ist ein Schutzgut, wie man im Bundesnaturschutzgesetz nachlesen kann: Weiterlesen

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Coli-Bakterien: Badeverbot in Bensersiel

Screenshot_Bildzitat: Anzeiger für Harlingerland, online, 02. Aug. 2013

 Am Badestrand des Küstenbadeortes Bensersiel im Landkreis Wittmund (Erholungszone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“) gilt seit gestern ein vorübergehendes Badeverbot. Das Niedersächsischem Landesgesundheitsamt hatte erhöhte E-Colibakterienwerte gemessen. Colibakterien können Darmkrankheiten auslösen. Weiterlesen

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CDU-MdB Kammer zu Bürgerwindparks: Bares soll Akzeptanz fördern – Rendite oft geringer als erwartet

Screenshot-Bildzitat: CDU-MdB Hans-Werner Kammer (links) wirbt für Bügerwindparks, CDU-PM vom 22. Juli 2013

Es ist immer gut zu wissen, wozu „Volksvertreter“ ihr Mandat ge- bzw. missbrauchen. Drei von zehn Windkraftanlagen in Stedesdorf im LK Wittmund sind als „Bürgerwindpark“ bereitgestellt worden, um damit Kleinanleger zu ködern. Mit Hilfe von Barem, sprich Rendite, soll so das bröckelnde Akzeptanzproblem der Monsterwindkraftanlagen monetär versüßt werden, für die, die ihr Geld in das windige Geschäft stecken wollen. Die nachfolgende CDU- Parteimeldung des CDU-MdB Hans-Werner Kammer (ganz unten) wurde 1:1 „copy and paste“ recherchelos von der Lokalzeitung übernommen. Weiterlesen

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Stellenausschreibung in der Verwaltung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer

Junger Seehund, von Touristin vertrieben, aus großer Entfernung von einem Boot aus aufgenommen - Schutzgebiet "Kalfamer", Ostende Insel Juist

Tut sich nun tatsächlich etwas bei der bisher völlig unzureichenden Aufsicht im Großschutzgebiet Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer? Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Archivstr. 2 in 30169 Hannover schreibt eine Stelle in der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven im Naturschutzdezernat wieder aus (Details s.u.). Der letzte Amtsinhaber, Reinhard Zander, verstarb unerwartet während des Dienstes Anfang des Jahres.  Die Stelle im Dezernat Naturschutz ist mit der Vergütungsgruppe A13 BBesO / E 13 TV-L dotiert. Zu den Aufgaben wird u.a. die Koordination der hauptamtlichen Nationalpark- und ehrenamtlichen Landschaftswacht gehören. Weiterlesen

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Nachrichten aus dem ostfriesischen Sommerloch 2013

von Manfred Knake

Wer in diesen Tagen die Lokalzeitungen an der ostfriesischen Küste liest, kann den Eindruck bekommen, in Ostfriesland ist Dauerjahrmarkt angesagt, man feiert sich einen Wolf: Schützenfest in Esens, Weinfest in Aurich, Bürgermarkt in Wittmund, Spiel ohne Grenzen in Spetzerfehn, Hafenfest in Emden, Stadtfest in Leer, um nur ein paar der zahlreichen Bespaßungsaktionen mit Massenauftrieben zu nennen.  Die Lokalpresse zelebriert derzeit überwiegend Brot und Spiele. Ist das schon eine Variante der „spätrömischen Dekadenz“ zur Sedierung des Volkes, die nun auch die ostfriesische Halbinsel erreicht hat?

Aber das Sommerloch bot bisher weitaus mehr, vor allem Politisches und Windiges: Weiterlesen

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Seeadler an der Ems

Seeadler vor Windkraftanlage in Neermoor

 Seeadler werden auch dank der rigorosen Schutzmaßnahmen wieder häufiger in Deutschland, und sie leben gefährlich: Windkraftanlagen sind eine immense Gefahr für die imposanten Greifvögel, und immer noch werden sie von Uneinsichtigen mit dem Gewehr oder mit Gift verfolgt. Weiterlesen

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Todesfalle Schafgitter

Schafgitter am Deichzugang bei Dornumersiel/LK Aurich

Schaf- oder Viehgitter (engl. „cattle grids“ oder „cattle guards“) sind Stahlroste, die vom Vieh nicht betreten werden,  ein Zaunersatz. Sie werden dort verwendet, wo der Straßenverkehr rollt und Tiere ein bestimmtes Areal nicht verlassen sollen. An den Zugängen zu den beweideten Seedeichen am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ wurden diese Stahlgitter, unter denen sich ein Betonschacht mit glatten und steilen Wänden befindet, in den letzten Jahren installiert. Schafgitter wurden dort statt eines Zaunes eingebaut, wo Fahrradfahrer und Fußgänger ungehinderten Zugang haben sollen. Es ist eine Maßnahme zur Tourismusförderung – nun müssen nicht mehr mühsam Zäune oder Gatter überwunden werden, um an den Deich zu gelangen. Aber Schafgitter sind auch Todesfallen: Weiterlesen

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Naturschutz in Niedersachsen: auch mit Rot-Grün auf keinem grünen Zweig

Ein Kommentar von Manfred Knake

Nach dem Ende der schwarz-gelben Koalition in Niedersachsen machte sich vorsichtige Hoffnung breit, die neue rot-grüne Landesregierung könnte den Naturschutz – wie sie vorgibt – tatsächlich stärken. Immerhin hatte es der neue Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) geschafft, den Leiter des bisher eigenständigen Naturschutzressorts im Umweltministerium kaltzustellen – jenen Leitenden Ministerialrat Bernd-Karl Hoffmann, der unter FDP-Umweltminister Hans-Heinrich Sander zum höchstbezahlten amtlichen Naturschützer aufgestiegen war und dann den Naturschutz ins Abseits manövriert hatte. Ein überfälliger erster Schritt, immerhin. In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und beim Wattenrat wurde Hoffmann zudem als ehemaliger Informeller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR mit dem IM-Namen „Rene´“ enttarnt, was seiner Karriere in Niedersachsen aber nicht abträglich war und nur dem Chronisten ein später eingestelltes Ermittlungsverfahren des bundesrepublikanischen „Staatsschutzes“ einbrachte. Weiterlesen

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Zugvogelmassaker am Nil

Screenshot: report München

Grauenhafte Bilder sendete das Magazin „report“ aus München am 18. Juni 2013: „In Deutschland geschützt, in Ägypten gejagt Millionenfacher Vogelmord am Nil“.

Hunderte Kilometer Netze, in denen in Ägypten europäische Singvögel gefangen und später auf Märkten zum Verzehr angeboten werden. Damit sie nicht wieder fliegen können, werden ihnen nach dem Fang und vor dem Töten die Flügel gebrochen, ein barbarischer Umgang mit Tieren. Weiterlesen

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Kornweihe: Schutzkonzept im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Kornweihe, Foto (C): Kositoes, CC-by-sa 2.0/de, Wikipedia, 16.Juni 2013

Der Kornweihe, einer Greifvogelart, geht es schlecht. Die Zahl der Brutvögel geht dramatisch zurück, auch im Großschutzgebiet „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“, das auch als „Weltnaturerbe“ etikettiert ist. Während die Übernachtungszahlen der Tourismusindustrie örtlich rasant gestiegen sind, haben sich viele Vogelarten parallel dazu still und unbemerkt aus dem Schutzgebiet verabschiedet: die Zwergseeschwalbe, der See- und Sandregenpfeifer als Strandbrüter haben den dem touristischen Druck nicht standgehalten, die Bestände sind dramatisch eingebrochen. Korn- und Wiesenweihen, die auf den Inseln brüten, fliegen zur Nahrungssuche auch auf das benachbarte Festland und kommen hier leicht an den vielen Windkraftanlagen, die in den letzten Jahren dank Erneuerbare Energien Gesetz aus reiner Profitgier wie Pilze aus dem Boden schossen, ums Leben. Die immer noch zu vielen Stachdrahtzäune im Nationalpark sind nicht nur für Weihen, sondern auch für die auf den Inseln brütenden Sumpohreulen eine große Gefahr. Geocacher haben auch die Inseln als ihren Spielplatz entdeckt und dringen bis in die entlegensten Winkel des Nationalparks vor, umworben von der Tourismusindustrie und sogar der Nationalparkverwaltung.

Nun legte die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven ein auf vier Jahre befristetetes Schutzkonzept für die Kornweihen auf den Ostfriesischen Insel vor, es möge nützen.

Die Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung vom 07. Juni 2013 lesen Sie hier:

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