
Kornweihe, Foto (C): Kositoes, CC-by-sa 2.0/de, Wikipedia, 16.Juni 2013
Der Kornweihe, einer Greifvogelart, geht es schlecht. Die Zahl der Brutvögel geht dramatisch zurück, auch im Großschutzgebiet „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“, das auch als „Weltnaturerbe“ etikettiert ist. Während die Übernachtungszahlen der Tourismusindustrie örtlich rasant gestiegen sind, haben sich viele Vogelarten parallel dazu still und unbemerkt aus dem Schutzgebiet verabschiedet: die Zwergseeschwalbe, der See- und Sandregenpfeifer als Strandbrüter haben den dem touristischen Druck nicht standgehalten, die Bestände sind dramatisch eingebrochen. Korn- und Wiesenweihen, die auf den Inseln brüten, fliegen zur Nahrungssuche auch auf das benachbarte Festland und kommen hier leicht an den vielen Windkraftanlagen, die in den letzten Jahren dank Erneuerbare Energien Gesetz aus reiner Profitgier wie Pilze aus dem Boden schossen, ums Leben. Die immer noch zu vielen Stachdrahtzäune im Nationalpark sind nicht nur für Weihen, sondern auch für die auf den Inseln brütenden Sumpohreulen eine große Gefahr. Geocacher haben auch die Inseln als ihren Spielplatz entdeckt und dringen bis in die entlegensten Winkel des Nationalparks vor, umworben von der Tourismusindustrie und sogar der Nationalparkverwaltung.
Nun legte die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven ein auf vier Jahre befristetetes Schutzkonzept für die Kornweihen auf den Ostfriesischen Insel vor, es möge nützen.
Die Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung vom 07. Juni 2013 lesen Sie hier:
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