Gänsejagd: BUND und NABU solidarisch mit Eilert Voß

Nebeljäger mit Beute im Naturschutzgebiet "Petkumer Deichvorland"/Ems

Spät kommen sie, aber sie kommen! Heute setzten der Naturschutzbund Deutschland (NABU) gleich zwei Mal eine Presseerklärung zur Gänsejagd im Allgemeinen und zum Gerichtsverfahren im Speziellen gegen Eilert Voß zusammen mit dem BUND wegen angeblicher „Jagdstörung“ vor dem Amtsgericht in Emden ab. Darauf haben wir lange gewartet. Seit Jahren veröffentlichen die Gänsewacht und der Wattenrat die Missstände (Jagd bei Dunkelheit, Nebel oder Schneetreiben) bei der Jagd auf Zugvögel in Naturschutz- und EU-Schutzgebieten auf der ihren WebSeiten, ohne dass die „anerkannten“ Naturschutzverbände dieses Thema bisher „nachhaltig“ aufgegriffen hätten. Am 07. März, also vor knapp drei Wochen, kam der NABU zum ersten Mal aus der Deckung.

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Ems: Meyer Werft: BUND-Regionalverband kritisiert Schiffsdimensionen

Meyer-Schiff "AidaSol" vor dem Naturschutzgebiet "Petkumer Deichvorland"

Da reibt man sich die Augen: Der BUND-Landesverband Niedersachsen mit seinen hauptamtlichen und bezahlten Funktionären in Hannover verdealt die Ems (Klageverzicht gegen die Emsvertiefung, Generationenvertrag mit der Meyer Werft, Sommerstau mit garantiertem Ertrinkungstod von Gelegen und Jungvögeln im EU-Vogelschutzgebiet, Vorschlag eines Ems-Kanals), und der ausschließlich ehrenamtlich arbeitende BUND-Regionalverband in Aurich, der bisher mit dem Pressen von Äpfeln an die Öffentlichkeit trat, übernimmt nun den durchaus berechtigten kritischen Ems- und Meyer-Part.

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Borkum: Skip up Strand, „Nordland I“ havariert

Gestrandete "Nordland I" vor Loreley/Borkum

Anfang Februar 2011 havarierte das 42 m lange Seeschiff “Nordland I” nach starken auflandigen Winden am Südstrand von Borkum, kam nicht mehr frei  und wurde mit den nachfolgenden Hochwassern vor die Strandpromenade gespült. Die Ironie: Das Schiff hatte ausgerechnet Baustoffe für die Sanierung der Strandpromenade geladen! Inzwischen wurden die Betriebsstoffe vom Schiff entfernt und die Ladung gelöscht.

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Nebeljagd auf Gänse an der Ems: „Jagd unterliegt keiner Behördenaufsicht“

Südfrüchte, zum Reifen an der Heckflagge eines Sportbootes aufgehängt

Jagd im rechtsfreien Raum unter untereinander gut bekannten Waidgenossen? Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man die Vorgänge um die Jagd im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ , Teil eines EU-Vogelschutzgebietes an der Ems verfolgt.

Die jagdrechtlich nicht zulässige Nacht- und Nebeljagd auf  ziehende Gänse im Naturschutzgebiet, so jedenfalls die Antwort aus dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium zur Fachaufsichtsbeschwerde des Wattenrates gegen die Untätigkeit der Unteren Jagdbehörde der Stadt Emden, der diese Missstände angezeigt wurden (.pdf Fachaufsichtsbeschwerde_Gaensejagd_Ems_Maerz2011), sei nicht zu beanstanden. Anlass der Fachaufsichtsbeschwerde war die Untätigkeit der Stadt Emden als Aufsichtsbehörde. Erst nach einer Erinnerung nach vier Wochen nahm der Sachbearbeiter der Stadt Emden in einem Dreizeiler Stellung, dass er nicht zuständig sei, sondern die Jagdgenossenschaft für die Einsicht in das Jagdkataster. Inhaltlich wurde sonst überhaupt nicht auf die Jagd bei unsichtigem Wetter mit der Unmöglichkeit des Erkennens der unterschiedlichen Gänsearten reagiert, obwohl die Rechtsaufsicht bei Verstößen eindeutig bei der Unteren Jagdbehörde liegt.

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25 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Bausteine für ein Qualitätsmanagement

Kein Grund zum Feiern: 25 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Am 10. Februar 2011 veröffentlichten wir diesen Beitrag:

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Qualität soll “unabhängig” überprüft werden, frisches MakeUp nach 25 Jahren

Anlass ist eine bundesweite Initiative zur Überprüfung der Managementqualität in Großschutzgebieten. Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer nimmt daran freiwillig teil.  Dazu hatte ein Fachkomitee aus Vertretern von Land und Bund, von Universitäten und Naturschutzverbänden, aus Nationalparks sowie vom Dachverband der Nationalen Naturlandschaften (Europarc) den Nationalpark bereist. Wir hatten Zweifel daran geäußert, ob hier wirklich „unabhängig“ geprüft wird, zumal die Akteure z.T. direkt Abhängig von politischen Entscheidungsträgern wie dem Bundesumweltminister sind. Und von dort bekam der Naturschutz selten Gutes, sieht man von bedrucktem Papier ab.

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Ems: Überführung „AIDAsol“: Gaffer ohne Grenzen in Schutzgebieten

EU-Vogelschutzgebiet und Musikdampfer "AIDAsol": Gänse auf der Flucht

Das gewohnte Bild: Die Meyer Werft in Papenburg überführte am 11. März  ihren Neubau „AIDASol“ über die viel zu enge Ems an die Küste.

Diesmal ohne Feuerwerk wie auf der „Disney Dream“ (es war ja auch noch hell), ohne Musik (die wurde aus „Naturschutzgründen“ vom Landkreis Leer von Bord der Meyer Schiffe ohnehin verboten), aber mit häufigen und völlig unnötigem Gebrauch des Schiffs-Typhons zur Begrüßung der Schaulustigen, die die Emsufer säumten. Diese dem Dickschifffaszinosum erlegenen Gaffer kannten in ihrer maritimen Seh-Geilheit im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen:

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Integrierter Bewirtschaftungsplan Ems (IBP): Kreisjägermeister und Krähentöter als ständiger Vertreter der Jagd vorgeschlagen

Flugunfähige Blässgänse an der Ems. Es liegt nahe, dass die Tiere durch die intensive Bejagung angeschossen wurden. Blässgänse dürfen in diesem EU-Vogelschutzgebiet nicht bejagt werden. Die Gans links im Bild sieht nach einem Hybriden zwischen Bläss- und Graugans aus, mit hellerem Gefieder, aber mit Blässe, sie ist flugfähig und vermutlich mit einer der verkrüppelten Blässgänse verpaart.

Am 09. Dezember 2010 berichteten wir über den „integrierten Bewirtschaftungsplan Emsästuar (IBP Ems)“, an dem alle Akteure an der Ems mitwirken sollen. Die Federführung hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutzschutz (NLWKN). Der Wattenrat hatte an der Auftaktveranstaltung teilgenommen und dabei ein Positionspapier zur Jagd vorgelegt. Dieses Papier erschien nicht im späteren Protokoll der Veranstaltung. Vor zwei Tagen benannte der zuständige Geschäftsführer des NLWKN einen Vorschlag zur ständigen Vertretung für den Bereich Jagd in der Planungsgruppe Ems mit einer Mail an die Landesjägerschaft in Niedersachsen, die als sog. „anerkannter Naturschutzverband“ gilt.

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BUND fällt schon wieder um: Klageverzicht und Vergleich bei Wattenmeerwindpark „Nordergründe“. Schämt Euch!

Nonnengänse am Wind"park" Wybelsumer Polder/Emden: erhebliches Kollisionsrisiko bei Nebel, Dunkelheit und Starkwind

 

„Auch nach 50 Jahren Verbandsgeschichte steht fest: Der BUND mischt sich ein, er ist Anwalt der Natur!“

Ein Kommentar von Manfred Knake

Vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)  nichts Neues: Schon wieder umgefallen gegen Bares! Der Wattenrat kennt seine Pappenheimer, wir hatten das Gekungel gegen Geld bereits in unserem Beitrag vom 18. September 2010 vorausgesagt. Der BUND, der mit Hilfe des WWF gegen den Nearshore-Wind“park“-Standort „Nordergründe“ im Wattenmeer zwischen Cuxhaven und Wangerooge beim Verwaltungsgericht Oldenburg Klage eingereicht hatte, zog die Klage nach jahrelanger politischer Massage nun zurück. Im Watt, exakt 560 m entfernt vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer können nun 18  ca. 183 m hohe Windkraftanlagen der Herstellerfirma „Repower“ mitten in einem Seevogellebensraum gebaut werden. Die betroffenen Vogelarten unterscheiden nicht zwischen politisch ausgehandelten Nationalpark- oder Weltnaturerbegrenzen und dem großräumigen Lebensraum Wattenmeer. Das Kollisionrisiko für Vögel ist gerade bei Nebel und Dunkelheit erheblich. Und schlimmer noch: Falls ein Tanker mit Ruderschaden in das Windturbinenfeld geraten sollte, könnte das für die Küste eine Ölpest bedeuten. Das alles ist dem BUND (und dem WWF) bekannt. Der BUND als  „Freunde der Erde“  setzt sich nun über seine früheren Bedenken hinweg macht den Weg frei, zu einem renditemotivierten erheblichen Eingriff in das Wattenmeer. Weiterlesen

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Siegerfoto

Siegerfoto von Bernd Theeßen

Heute erscheint im Emder Teil  der Ostfriesen Zeitung das Siegerfoto zum Thema „Wasser“, fotografiert von Bernd Theeßen aus Hinte in der Nähe der Muschelschillbank von Upleward im Nationalpark Wattenmeer. Herr Theeßen hat uns sein schönes Foto zur Verfügung gestellt, der kunstsinnige Fotograf Eilert Voß aus Widdelswehr hat es kommentiert. Wir danken Herrn Theeßen für die Überlassung des Bildes.

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Meerstrandläufer aus Spitzbergen auf Wangerooge beobachtet

Meerstrandläufer (Calidris maritima), Foto: Andreas Trepte, www.photo-natur.de

Auf Wangerooge wurde ein Meerstrandläufer (Calidris maritima) beobachtet, der am 05. August 2009 auf der norwegischen Insel Spitzbergen farbberingt wurde. Andreas Bange, der derzeit ein „Freiwilliges Ökologisches  Jahr“ (FÖJ) für den Mellumrat auf Wangerooge ableistet, beobachtete den Vogel und las die Ringe ab. Bange beobachtete am selben Tag auch einen zweiten Meerstrandläufer mit norwegischen Ringen: Dieser Vogel wurde als Jungvogel am 27. August 2010 in der Nähe von Longyearbyen auf Spitzbergen beringt. Die Entfernung von Spitzbergen nach Wangerooge beträgt 2700 Kilometer, die die Vögel in nur wenigen Monaten zurücklegten. Meerstrandläufer gehören zu den Watvögeln und halten sich regelmäßig auf dem Zuge im Wattenmeer auf, die europäischen Meerstrandläufer ziehen bis in die Biskaya zum Überwintern.

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