„Globalklima“, ein Fragezeichen

Foto (C): Manfred Knake

„Schöner wohnen“ wegen „Klima“? Roggenstede im Landkreis Aurich/NDS, Foto (C): Manfred Knake

Unsere“ Mainstream-Presse ist nicht zimperlich, wenn es gilt, abweichende Meinungen und Fakten zu Zeitgeistthemen der „political correctness“ entweder zu ignorieren oder verbissen mit den Kampfbegriffen „Klimaskeptiker“ oder gar „Klimaleugner“ plattzuschreiben. Ähnliches findet man auch bei einigen NGOs oder Wikipedia. In diesem Falle geht es um die Berichterstattung über „das Klima“, die verbreiteten Horror- und Computerszenarien über den „menschengemachten Klimawandel“ reduziert auf das böse CO2, das inzwischen in vielen Berichten schon zum Giftgas umgeschrieben wurde. Tatsächlich geht es bei dem verteufelten CO2 um den Emissionshandel, das Geschäftsmodell mit der heißen Luft. Der Anteil des CO2 an der Atemluft beträgt bekanntlich derzeit 0,04 Prozent und war in früheren Zeiten schon deutlich höher. CO2 ist zudem unverzichtbar für das Pflanzenwachstum.

Es gibt durchaus zahlreiche Publikation, die davon ausgehen, dass ein CO2-Anstieg nach einem Temperaturanstieg erfolgt, also nicht die Ursache, sondern die Auswirkung einer vorhergehenden Temperaturerhöhung ist und nicht umgekehrt, Stichwort stärkere Sonnenaktivität. Weiterlesen

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Ansiedlungsprojekt: neue Chancen für die Europäische Auster

Europäische Auster - Foto: H. Zell, Wikipedia, CC BY - SA 3.0

Europäische Auster – Foto: H. Zell, Wikipedia, CC BY – SA 3.0

Seit ca. 80 Jahren gilt sie als weitgehend ausgestorben in der Nordsee: die Europäische Auster (Ostrea edulis). Die enorme Nachfrage nach dieser Delikatesse und die gewerbliche Fischerei machte ihr schließlich in den 1930-Jahren den Garaus. Vermutet wird auch ein Parasitenbefall, der zusätzlich zum Rückgang führte. Kleinere Restvorkommen gibt es noch auf den Britischen Inseln, in der Bretagne und im Norden Dänemarks.

Das soll sich nun ändern: Das Bundesamt für Naturschutz und das Alfred-Wegener-Institut / Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) starteten bereits im April 2016 das Projekt zur Wiederansiedlung dieser Muschelart. Weiterlesen

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Literaturhinweis: „Auswirkungen von Feuerwerken auf Vögel – ein Überblick“

Dornumersiel/LK Aurich:Neujahrsmorgen am Strand, Teil des NAtionalarks Niedersächcisches Wattenmeer, Böllern verboten - Foto (C): Manfred Knake

Dornumersiel/LK Aurich: Neujahrsmorgen am Strand, Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer – Böllern verboten – Foto (C): Manfred Knake

Über lautstarke Musikveranstaltungen, Feuerwerke und Böller im oder am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer („Weltnaturerbe“!) ist in den Beiträgen auf dieser WebSeite schon viel berichtet worden. Mehrfach im Jahr, nicht nur zu Silvester, werden durch solche Veranstaltungen Vögel mit enormem Getöse gestört, mit dröhnenden Bässen, dem unvermeidlichen Feuerwerk und damit auch von ihren Brut- oder Rastplätzen vertrieben, in ihrem Schutzgebiet! Eine „nachhaltige“ Änderung dieser vielerorts an der Küste durchgeführten lautstarken Touristenbespaßungen ist nicht in Sicht; Naturschutz auf dem Papier und in der Realität unterscheiden sich völlig. Tourismusmanager zeigen sich in der Regel ignorant gegenüber den Erfordernissen des Naturschutzes, scheuen sich aber nicht, das Wattenmeer als Naturidylle zu vermarkten, als wohlfeile Kulisse ihres Marketings. Die Nationalparkverwaltung und die Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise ziehen sich auf die bequeme Aussage zurück, nicht einschreiten zu können, wenn die Feuerwerke auch nur einen Meter außerhalb der Nationalparkgrenzen gezündet werden. Die Auswirkungen auf die Vögel über und im Nationalpark sind indes identisch. Auch wenn Feuerwerke verbotenerweise innerhalb des Nationalparks zu Silvester abgebrannt werden, zieht das keine Sanktionen nach sich; die Auswüchse des Massentourismus an der Küste werden stillschweigend toleriert. Der Eindruck, dass hier längst ein rechtsfreier Raum bei Verstößen gegen  Naturschutzgesetze entstanden ist, lässt sich nicht von der Hand weisen. Von den mittlerweile 15 „anerkannten“ Naturschutzverbänden in Niedersachsen kommt kaum Unterstützung für die Einstellung dieser Veranstaltungen. Weiterlesen

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Plastikmüll im Meer: „Drifter“ sollen Verursacher identifizieren

Kegelrobbe mit Fischereinetzrest um den Hals, Foto (C): Jouw de Boer/Wattenrat

Kegelrobbe mit Fischereinetzrest um den Hals, Foto (C): Jouw de Boer/Wattenrat

Die Institute für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) und das Institut für Biologie und Umweltwissenschaften (IBU) der Universität Oldenburg starteten das Projekt „Makroplastik Nordsee“. Das Ziel des Projektes:

Mögliche Verursacher des Plastikmülls entlang der Küsten und Inseln der südlichen Nordsee sollen klarer identifiziert werden können. Auf der Basis aktueller und zukünftiger Verteilungsmuster werden Lösungs- und Vermeidungsstrategien erarbeitet. In einem Partizipationsprozess werden verschiedene Akteure, die sich mit der Plastikmüllthematik unmittelbar befassen oder eine mögliche Ursache darstellen, einbezogen, um gemeinsam Handlungsstrategien zu definieren und Langfristziele zu formulieren.

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Windenergiewirtschaft will Deutungshoheit über Artenschutz

Mäusebussard © Gordana und Ralf Kistowski

wunderbare-Erde.de: Mäusebussard Foto ©: Gordana und Ralf Kistowski

Übernahme des nachfolgenden Textes mit freundlicher Genehmigung von der Seite der Europäischen Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V. (EGE):

Am 17. November 2016 möchte die Fachagentur Windenergie an Land in Hannover über die „Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben Progress“ diskutieren. Dominiert wird das Programm von Vertretern der Windenergiewirtschaft, was nicht verwundert. Hinter der klangvollen Bezeichnung „Fachagentur Windenergie an Land“ stecken deutsche Wirtschafts- und Umweltministerien (aber auch der Deutsche Naturschutzring). Sie sind mit der Windenergiewirtschaft aufs Engste verbunden. Die Windenergiewirtschaft sucht die Deutungshoheit über den Artenschutz und das Artenschutzrecht zu gewinnen. Diesem Zweck soll die Veranstaltung dienen. Weiterlesen

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Zugvogeltage: kulinarische und andere Trittbrettfahrer

Löffler und Silberreiher im Dolart, Ruhezone des Nationalaprks, aber keine Ruhe durch Spaziergänger und Vogelgucker, Foto (C): Eilert Voß

Löffler und Silberreiher im Dollart, Ruhezone des Nationalparks, aber keine Ruhe durch Spaziergänger und Vogelgucker. Die hinter dem Deich gelegenen ehemaligen Hochwasserfluchtplätze werden von den Vögeln wegen der Windturbinen gemieden. Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Morgen ist es wieder soweit:

Die Regional- und Lokalpresse überschlägt sich derzeit mit den Ankündigungen zu den 8. Zugvogeltagen“ im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, die vom 08. bis zum 16. Oktober 2016 stattfinden.

Ungefähr 300 Veranstaltungen zwischen Cuxhaven und Greetsiel sind geplant, und so schafft man „Masse“: nachfolgend einige bemerkenswerte Zugvogel-Blüten, aus Platzgründen nur ausgewählt mit Veranstaltungen von der Insel Langeoog, bekannt aus der Presse durch die sommerlichen Feuerwerke: Weiterlesen

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Veröffentlichung: „Zum Einfluss von Kitesurfern auf Wasser- und Watvögel – eine Übersicht“

Kitespot Sahlenburg/Cuxhaven, Zwischenzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat Ostfriesland

Kitespot Sahlenburg/Cuxhaven, Zwischenzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat Ostfriesland

Heft 1/2016 des „Informationsdienstes Naturschutz Niedersachsen“, herausgegeben vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), erschien mit dem Titel „Zum Einfluss von Kitesurfern auf Wasser- und Watvögel – eine Übersicht“. Der Autor ist Thorsten Krüger, Mitarbeiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN. Das Heft enthält eine umfangreiche Literaturliste zu anthropogenen Störungen und deren Auswirkungen auf  Vögel. Dazu kommen Einzeluntersuchungen an bestimmten Küstenstandorten, auch im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, zu Störungen durch Kitesurfer von verschiedenen Autoren. Überwiegend kommen die Untersuchungen, wenn auch z.T. vorsichtig formuliert, zum Ergebnis, dass das Kitesurfen für bestimmte Arten zu erheblichen Störungen führt. Weiterlesen

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Nearshore-Windpark Nordergründe wächst am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Blick von Wremen/LK Cuxhaven über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmmer Richtung Windpark Nordergründe, Foto (C): Ingrid Marquardt/Wattenrat Ostfriesland

Blick von Wremen/LK Cuxhaven über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer Richtung Windpark Nordergründe, im Vordergrund rechts das Nationalparkschild, Foto (C): Ingrid Marquardt/Wattenrat Ostfriesland

Weitgehend unbemerkt von der Medienberichterstattung wird derzeit am Near-Shore Windpark Nordergründe nur ca. 560 Meter vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (EU-Vogelschutzgebiet und „Weltnaturerbe“) gebaut. Hier entstehen 18 Windenergieanlagen vom Typ Senvion 6.2M126, mit einem Rotordurchmesser von 126 Metern, Gesamthöhe ca. 160 Meter und einer Nennleistung von jeweils 6,15 MW, in der Vogelzugroute und an einem stark befahrenen Schifffahrtsweg.

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Vogeljagd im Wattenmeer: Querschläger im Naturschutzverband Niedersachsen

Illegal geschossene Brandenente (keine Jagdzeit) in einem EU-Vogelschutzgebiet an der Ems, Foto (C): Eilert Voß

Illegal geschossene Brandente (keine Jagdzeit) in einem EU-Vogelschutzgebiet an der Ems, Foto (C): Eilert Voß

Endlich! Einige niedersächsische Naturschutzverbände unter der Federführung des WWF haben sich gegen die Vogeljagd im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer positioniert. Die gemeinsame Pressemitteilung von WWF, BUND, NABU, NVN und anderen Verbänden hat der Weser Kurier in Bremen am 08. September 2016 mit diesem Text ergänzt:

„Dem Wattenrat Ostfriesland dagegen geht der Vorstoß der Umweltverbände nicht weit genug. Der unabhängige Zusammenschluss kleinerer Naturschutzgruppen fordert die Einstellung der Wasservogeljagd in allen EU-Vogelschutzgebieten. Eilert Voß von der Gänsewacht“ des Wattenrates dokumentiert seit Jahren Jagdverstöße bei der Wasservogeljagd im Nationalpark. Seine Fotos belegen Fehlschüsse bei Nebel, aber auch die Verwendung von giftigem Bleischrot.“

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30 Jahre Umweltministerium in Niedersachsen: Naturschutzverbände loben Umweltpolitik

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Narrenkappe: FreeArt License 1.2, Wikipedia, Rainer Knäpper

30 Jahre Umweltministerium in Niedersachsen: „Die großen Naturschutzverbände stellen der niedersächsischen Umweltpolitik ein ordentliches Zeugnis aus“, liest man heute weitgehend recherchefrei in der Nordwest Zeitung und deren Regionalmantel, aber die Verbands-Funktionäre und die berichtenden Redakteure sitzen auch weit weg vom Ort des Geschehens in ihren Büros in Göttingen bzw. in Hannover und haben von dort aus wohl den Überblick verloren. Es geht auch um die Verbände-Lobpreisungen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Vor allem der in der Presse erwähnte BUND-Multifunktionär Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler als „Höfling“ mehrerer Umweltminister im Land ist ein echtes Ärgernis. Er ist seit 1989 Landesgeschäftsführer des BUND in Niedersachsen und Mitglied auch in Landesgremien, aus denen Geld in die Kassen der Naturschutzverbände fließt; will sagen, auch sein BUND hängt am Tropf der Landesmittel. Weiterlesen

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