 Kraniche an Windkraftanlagen
Im April berichteten wir über die gnadenlosen Bestrebungen der Windenergielobby, PR-Wind für den weiteren Ausbau von Windkraftwerken ausgerechnet in Wäldern zu machen. Exponent dieser Bestrebungen war damals Günter Ratzbor vom Planungsbüro Schmal und Ratzbor in Lehrte, der auch für den Deutschen Naturschutzring im In- und Ausland über Land reist und diese „frohe Botschaft“ entweder als ein für die Windkraft „enagagierter“ Standort-„Gutachter“ oder als „Naturschützer“ verkündet. Nun ist die Entwicklung schon wieder einen Schritt weiter. Auch das politisch nicht unabhängige „Bundesamt für den Naturschutz“ ist auf den rasenden Zug der “Energiewende” mit Windkraftanlagen aufgesprungen und hat ein Positionspapier zu “Wind über Wald” verfasst, aber ein durchaus kritisches.
Der BUND als „anerkannter Naturschutzverband“ indes spricht sich für Windkraftanlagen im Wald aus. weiter »
 Sichtblende am Punt van Reide (Dollart)
In den letzten Jahren wurde in oder an Naturschutzgebieten die Landschaft mit mehr oder weniger gelungenen Aussichtsplattformen oder „Hides“, also Sichtblenden, möbliert. Diese sollen das Naturerlebnis bei störungsempfindlichen Arten steigern, weil der Mensch auf Aussichtsplattformen oder hinter Sichtblenden für die Tiere unsichtbar bleibt, wenn denn diese Konstruktionen sinnvoll gebaut sind. Am Beispiel von drei Holzkonstruktionen aus den Niederlanden soll hier aufgezeigt werden, wie es nicht oder wie es gut mit der menschlichen Tarnung funktioniert.
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Milchräuber überfallen Seehundweibchen
Eine Beobachtung der besonderen Art gelang Eilert Voß am 09. Juli 2011 im niederländischen Dollartwatt: Mehrere halbwüchsige Seehunde eines diesjährigen Wurfes kamen beim Anblick einer säugenden Seehundmutter auf hungrige Gedanken: Sie bedrängten mit Macht gemeinsam das Seehundweibchen, um an ihre Zitzen zu gelangen und dort zu trinken. Seehunde haben in der Regel ein [...]
 Nationalpark Wattenmeer als "Abenteuer"-Spielplatz für Touristen? Bensersiel, Strandportal, Juli 2011
Im Mai-Heft 2011 des Ostfriesland Magazins (Verlag Soltau-Kurier Norden) wurde über das 25 jährige Bestehen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer ausführlich berichtet. Als Kritiker der Entwicklung im Nationalpark gerierte sich der BUND, Landesverband Niedersachsen in Person von Carl-Wilhelm Bodenstein Dresler als Landesgeschäftsführer und Multifunktionär des BUND. Das Ostfriesland Magazin druckte dazu die Pressemitteilung des BUND vom 30. Dezember 2010 ab (s.u.).
Ausgerechnet Kritik vom BUND, der jahrelang zu den Missständen im Nationalpark geschwiegen oder diese sogar noch mit unterstützte, z.B. die Zustimmung zur Verlegung von Kabeltrassen für Offshore-Wind“parks“ durch den Nationalpark, Untätigkeit bei der Ausweisung von Kitesurferzonen in eigentlich verbotenen Bereichen durch die Nationalparkverwaltung oder der dubiose Klageverzicht „gegen Bares“ beim Wattenmeer-Wind“park“ Nordergründe bei Wangerooge, nur wenige hundert Meter vom Nationalpark und “Weltnaturerbe Wattenmeer” entfernt.
Reiner Schopf, bis 2003 mehr als 30 Jahre lang Inselvogt und Vogelwart der Insel Memmert und Mitarbeiter im Wattenrat, hat die Heuchelei der großen Naturschutzverbände am Beispiel des 25- jährigen Jubiläums des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer in einem umfangreichen Leserbrief im Ostfriesland Magazin (7/2011) zur Darstellung des BUND auf den Punkt gebracht, die Verlinkungen wurden zusätzlich eingefügt. Auf der WebSeite des Wattenrates ist ganz oben auf der Leiste eine Verlinkung zu Artikeln zur Insel Memmert eingefügt.
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 Sportliche Artenverarmung: Golfplatz auf Langeoog, 2009
Der Norderneyer Golfclub will seinen Platz von derzeit 25 Hektar um 16 Hektar auf eine 18-Loch-Anlage vergrößern, in der Erholungszone (Zone III) des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, Teil des UNESCO Weltnaturerbes und Flora-Fauna-Habitatgebiet nach der Natura-2000-Richtlinie der EU . Der Golfplatz soll in einem Graudünenbereich entstehen, der sonst noch nicht einmal betreten werden darf.
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 Trotz Werbeetikett "Weltnaturerbe": Austernfischer werden weniger im Wattenmeer (Bensersiel, Strandportal)
Das Internationale Wattenmeersekretariat (Common Waddensea Secretariat, CWSS) in Wilhelmshaven veröffentlichte am 06. Juli 201 eine Pressemitteilung zur Abnahme und Zunahme bestimmter Vogelarten im Wattenmeer: „Von den 34 gezählten Vogelarten nehmen 14 Arten, darunter z.B. Austernfischer, Säbelschnäbler, Seeregenpfeifer, Silbermöwe und andere Möwenarten in ihren Beständen deutlich ab, während 20 Arten wie z.B. Löffler, Pfuhlschnepfe, Sanderling und Kiebitzregenpfeifer eine Zunahme aufweisen. Besonders Arten, die in Nord-, Zentral- oder Westeuropa brüten und überwintern, scheinen von Bedingungen in Nord-Westeuropa oder dem Wattenmeer selbst beeinträchtigt zu sein und liegen negativ im Trend.“
Für Vogelarten, die im Watt nach Nahrung suchen, gäbe es für Schleswig-Holstein und Niedersachsen einen negativen Trend. Das CWSS kommt zu dem Schluss:
„Hier konnte ein Zusammenhang zwischen Trend und Sedimentzusammensetzung, welche sich in den letzten 20 Jahren aufgrund klimatischer Veränderungen verändert hat, festgestellt werden.“ […] Auch wenn die Ergebnisse darauf hinweisen, dass einige Gründe für die negativen Trends sicherlich im Wattenmeer oder in der Klimaänderung zu finden sind, so muss gleichzeitig verstärkt nach Ursachen entlang der Vogelzuglinien gesucht und entsprechend gehandelt werden.“
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 Lenkdrachen in der strengsten Schutzzone: keine Aufsicht im Nationalpark
Wenn einer eine Reise tut…
…dann sollte er Bilder mit nach Hause bringen. Unser Mitarbeiter Eilert Voß hat immer die Kamera schussbereit, wenn er im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und “Weltnaturerbe” mit dem Boot, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist. weiter »
 Wiesenweihe im Suchflug
Edit: Am 08. Juli 2011 titelt das Hamburger Abendblatt zu diesem Thema zeitgeistig “korrekt” : “Greifvogel stoppt die Energiewende in Ostfriesland”
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Bereits am 30 Mai 2011 berichteten wir über die zeitweilige Abschaltung einer Windkraftanlage wegen der benachbarten Brut einer Wiesenweihe. Inzwischen wurde vom Landkreis die Abschaltung einer zweiten Anlage verfügt, das führte zu erheblichen Protesten und handfesten Gewaltandrohungen durch einzelne Betreiber.
Der Landkreis Aurich hatte in den beiden benachbarten Krummhörner Windparks Groteland und Petjenburg wegen der in direkter Nähe gebauten Nester von Wiesenweihen jeweils eine Windkraftanlage vorübergehend und zeitlich begrenzt stillgelegt. Die Verfügungen gelten bis zum Ablauf der Brutzeit 1. August von 4 bis 22 Uhr. Mit insgesamt drei Brutpaaren im Krummhörner Gemeindegebiet ist der Wiesenweihenbestand in diesem Jahr so niedrig wie zuletzt 2008. Wiesenweihen gehören zu den hochgradig bestandsbedrohten Greifvögeln in Deutschland und sind besonders geschützt.
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 Schaulustige im EU-Vogelschutzgebiet, im Vordergrund rechts eine vertriebene Rohrweihe über dem Wasser
Am 30. Juni 2011 versanken wieder einmal die Deichvorländereien der Ems in den Fluten, und mit ihnen die Nachgelege oder Zweitbruten der Vögel in diesem EU-Vogelschutzgebiet. Nein, es war keine natürliche Sturmflut, sondern das Ergebnis des Aufstauens der Ems mit Hilfe des Emsstauwerkes (immer noch Emssperrwerk genannt), um den Neubau der Meyer Werft „Celebrity Silhouette“ im binnenländischen Papenburg an das seeschifftiefe Wasser der Nordsee zu überführen. Dieses Spektakel nutzten wieder zahllose Schaulustige, die die Schutzgebiete der Ems-Vorländereien stürmten, um näher an das riesige Kreuzfahrtschiff heranzukommen. Zuvor, am 26. Juni, hatte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit einer „Megaparty“ die Massen in Papenburg vor der Kulisse des Schiffsneubaus mit lauter Musik angetörnt, noch eine kostenlose PR-Veranstaltung für die Werft mit öffentlichen Mitteln.
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